Märkte und regulatorische Anforderungen ändern sich regelmäßig. Klassische ERP-Standardsysteme hingegen sind gegen Wandel ziemlich resistent. Der Naturheilmittelhersteller Bombastus machte deshalb einen Schnitt und ersetzte sein bisheriges ERP-System durch eine Lösung, die sich der Unternehmensentwicklung flexibel anpasst.
Bereits seit 2007 arbeiten die Bombastus Werke mit der auf Prozessfertigung spezialisierten ERP-Lösung der GUS Group. Erweiterungen und Anpassungen führten im Laufe der Zeit jedoch dazu, dass sich Updates nicht mehr komfortabel durchführen ließen. Bombastus entschied deshalb, auf die neueste, webbasierte Version der Software, die GUS-OS Suite 6.1, umzusteigen.
„Pharmaproduktion bedeutet ja im Wesentlichen, den Produktionsprozess durchgängig zu dokumentieren, sagt Bombastus-Vorstand Ulrich Brodkorb. „Vor allem müssen wir zahlreiche, sich ständig ändernde regulatorische Anforderungen erfüllen. Wir benötigen deshalb ein System, das wir flexibel anpassen können und das mitwächst.“ Ziel des Unternehmens war es unter anderem, Bedienoberflächen oder Reports zu konfigurieren sowie Mitarbeitern Lese- und Bearbeitungsrechte immer wieder neu zuweisen zu können – mit wenigen Klicks und ohne Zutun des Herstellers.
Seit Ende 2017 nutzt man nun bei Bombastus die GUS-OS Suite 6.1. Wichtiger noch als die flexible Gestaltung von Oberflächen und Reports sind die Prozesse und Funktionalitäten, die das Unternehmen mit der ERP-Software abbildet. Auch diese lassen sich individuell konfigurieren und anpassen, da die Software auf flexiblen Frameworks aufbaut. So kann Bombastus heute sämtliche GUS-OS-Updates einspielen, alle individuellen Anpassungen bleiben dabei erhalten.
Anpassen ohne Programmieren
„Harte“ Programmierung durch den Hersteller ist somit zur Ausnahme geworden. Unter anderem bietet die Lösung für Basisprozesse wie Versand und Rechnungslegung viele Varianten an. Zudem lassen sich individuelle Prozessschritte mit dem Workflow-Designer anlegen – etwa eine zusätzliche Pro-forma-Rechnung für Prüfzwecke, bevor die eigentliche Rechnung erstellt wird. Solche individuellen Funktionen legt Bombastus heute mit wenigen Klicks allein an.
Kernstück der Lösung ist die Chargenverfolgung. Sie umfasst zum Beispiel die Herkunft verwendeter Chargen und deren Einfließen in die Fertigwaren und den Vertrieb. Die Dokumentation hält zudem fest, ob und welche Abweichungen aufgetreten sind und woher sie stammen. Bombastus muss diese Informationen nicht nur für die sächsische Landesbehörde vorhalten, sondern auch für andere zuständige Regulierungsbehörden, beispielsweise die US-amerikanische FDA.




