Bei der Auslegung der Anlage für den amerikanischen Produzenten von Nahrungsergänzungsmitteln spielten die spezifischen Schüttguteigenschaften wie Korngrößenverteilung oder hygroskopische Eigenschaften eine wichtige Rolle. Hinzu kam die gewünschte Fördermenge. Sie liegt bei 8 t/h und ist im Dreischichtbetrieb zu erbringen.
Schneckenförderer oder ähnliche Förderanlagen bewältigen diese Fördermengen, allerdings ist der Platz, den diese Anlagen einnehmen, enorm. Außerdem forderte der Auftraggeber eine sehr schonende Förderung der Schüttgüter – ein Punkt, an dem mechanische Fördersysteme sehr schnell an ihre Grenzen stoßen. Anders verhält es sich bei der pneumatischen Förderung, bei der es zwei Varianten gibt: Druck- und Saugförderung.
Die Förderleistung ist maßgeblich an die Filtereigenschaften des Saugförderers gekoppelt. Sie wächst mit der Filtergröße und abnehmender Verstopfungsneigung. Herkömmliche Filterkonzepte bieten hier jedoch nicht die gewünschten Ergebnisse. Gesucht wurde also ein sicheres, kontinuierlich arbeitendes und effizientes Fördersystem, das folgende Anforderungen erfüllt:
- schonende und entmischungsfreie Förderung der pulverförmigen Produkte
- in sich geschlossen arbeitendes System, um hohen Bediener- und Produktschutz zu gewährleisten
- große Produktmengen müssen kontinuierlich oder diskontinuierlich gefördert werden können
- bei Schüttgütern mit niedriger Mindestzündenergie muss die Anlage gegebenenfalls unter Ausschluss von Sauerstoff betrieben werden können
- hygienisches und reinigungsfreundliches Anlagendesign
Kurzum: Die Anlage für den amerikanischen Nahrungsergänzungsmittelproduzenten musste komplexe Anforderungen erfüllen. Für solche Fälle hat Hecht den Proclean Conveyor 700 entwickelt
Der Conveyor erfüllt die Richtlinien bzw. Festlegungen der FDA und GMP.
Zum Funktionsprinzip: Eine Vakuumpumpe wird über Rohre oder Schläuche mit der Aufgabestelle, beispielsweise einer Big-Bag-Entleerstation verbunden. Der durch die Pumpe erzeugte Unterdruck (100 mbar absolut bei Dichtstromförderung) sorgt für die Förderung des Schüttguts. Über die Zufuhr der Förderluft lässt sich die Fluggeschwindigkeit des Förderguts beeinflussen. Je nach Einstellung sind von Flugförderung über Pfropfenförderung bis hin zur Dichtstromförderung verschiedene Modi wählbar. Vorteil der Pfropfenförderung: Hier kann bereits im Vorfeld eine Entmischung vermieden werden. Durch eine Produkteintrittsklappe gelangt das Partikel-Gas-Gemisch in den Abscheidebehälter.




