Vernetzen, analysieren, monitoren: Mit KI und Big Data klopfen Hersteller ihre Prozesse auf verborgene Potenziale ab. Doch Pharma 4.0 kann noch mehr. Mit Tablettenpressen, die dem digitalen Produktionsumfeld gewachsen sind wie die Doppelrundläufer-Tablettenpresse F30i lassen sich Produktionsprozesse flexibel gestalten.
Bei Pharma 4.0 geht es nicht mehr nur um die klassische Arzneimittelproduktion nach festen Vorgaben. Im Zentrum steht die Idee eines intelligenten und vernetzten Systems zur flexiblen Steuerung, Simulation und Echtzeitüberwachung komplexer Fertigungsprozesse. Wie für die meisten Branchen bergen Konnektivität und Integration auch für Pharmahersteller gewaltige Effizienzpotenziale. Zum einen erleichtern sie die Einhaltung regulatorischer Anforderungen wie GMP-Standards und EU-Richtlinien. Zum anderen unterstützen leistungsstarke Systeme die Sofortauswertung von Prozess- und Produktdaten und liefern wertvolle Informationen für die Prozessoptimierung.
Betrachtet man in diesem Zusammenhang die Tablettenherstellung, besteht ein wichtiger gedanklicher Schritt darin, die Leistung einer Tablettenpresse nicht mehr isoliert zu betrachten. Stattdessen ist der komplette Maschinenpark als kollektive Einheit aus interagierenden Teilelementen zu begreifen. Um das zu ermöglichen, müssen Maschinenhersteller technologische Plattformen schaffen, die sich nahtlos in bestehende Prozesse integrieren und flexibel an unterschiedlichste Produktionsumfelder anpassen lassen. Eine solche Plattform hat Fette Compacting mit der i-Serie entwickelt, die ihren Anfang mit der Einfachrundläufer-Tablettenpresse F10i nahm. Nun hat der Maschinenhersteller aus Schwarzenbek die Serie um die Tablettenpresse F30i erweitert. Der Doppelrundläufer ist für die Produktion großer Batches von bis zu 1,6 Millionen Tabletten pro Stunde konzipiert und für die Herstellung von Zweischichttabletten optimiert. Dafür verfügt er über einen sehr schnellen Musterzug der ersten Schicht, mit dem sich das Tablettengewicht präzise überwachen und regeln lässt.
Die Plug-and-Play-Maschine
Fette Compacting hat bei der F30i einen deutlichen Schwerpunkt auf die digitale Vernetzbarkeit gelegt. Wie alle Maschinen der i-Serie ist sie mit den technischen Voraussetzungen für modern Produktionsumfelder ausgestattet, darunter ein per Plug-and-Play integriertes Prozess-Equipment. Die offenen Schnittstellen entsprechen den üblichen Standards der Industrieautomation. So lässt sich die F30i problemlos in ein Manufacturing Execution System integrieren und an das Internet of Things anbinden.
Zugleich stellen mehrere Softwarelösungen sicher, dass selbst weniger erfahrene Operatoren alle Parameter im Blick behalten und Bedienfehler vermeiden. Dabei hilft ein HMI, dessen frei im Raum positionierbares Terminal die intuitive Steuerung, Überwachung und Dokumentation von Maschine und Prozess-Equipment erlaubt. Vibrationen und Töne geben taktiles Feedback beim Berühren des Multitouch-Displays und vermitteln so zusätzliche Sicherheit bei der Eingabe. Für digitalen Bedienkomfort sorgt auch ein Workflow Operation Wizard, der mit leicht verständlichen Anweisungen Schritt für Schritt durch Standardprozeduren führt. Über den Wizard lassen sich unter anderem Arbeitsschritte speichern, Prozessabfolgen definieren und Checklisten abrufen.




