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    Die Heilkraft der Natur modern verpackt
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    Branche & Markt

    Die Heilkraft der Natur modern verpackt

    Als kleines Unternehmen von der Klosterfrau Maria Clementine Martin nahe des Kölner Doms gegründet, blickt der Arzneimittelhersteller Klosterfrau heute
    Veröffentlicht
    03. November 2016
    Lesezeit
    4 Minuten
    Rubrik
    Branche & Markt

    Die Klosterfrau Healthcare Group, mit mehr als 1000 Mitarbeitern deutschlandweit, ist einer der bedeutendsten deutschen Pharmaproduzenten. Von der Unternehmenszentrale in Köln aus wird die Vermarktung von mehr als 220 Produkten gesteuert, die europaweit vertrieben werden. Mit seinen Arzneien hat sich Klosterfrau dem hohen Anspruch verschrieben, die Gesundheit seiner Kunden zu verbessern, ihr Wohlbefinden zu steigern und ihnen die besten und verträglichsten Naturheilstoffe zur Verfügung zu stellen. Verbunden mit der Erschließung neuer Märkte wird das Gesamtsortiment regelmäßig um aktuelle Produkte erweitert und gleichzeitig nach technischen Lösungen gesucht, um den Produktionsprozess zu optimieren. Dabei stellt der Pharmakonzern höchste Qualitätsansprüche an seine Produkte und Dienstleistungen. Klosterfrau will zukünftig den Großteil seiner Produktion – wie beispielsweise Bronchicum Hustensaft und -tropfen, Soledum Hustensaft sowie Junior Angin Sirup – unter einem Dach im Werk Berlin durchführen. Aus diesem Grund suchte das Unternehmen nach einem flexiblen Füll- und Verschließsystem für die Abfüllung von unterschiedlichen flüssig-viskosen Arzneimitteln in Glasflaschen zur oralen Einnahme.

    Das volumetrische Füllsystem von Bosch ermöglicht die Verarbeitung dünnflüssiger bis pastöser Produkte mit unterschiedlichsten Eigenschaften bei hoher Füllgenauigkeit und Ausbringung. „Aufgrund der Vielfalt der Produkte muss beim Abfüllen zum einen Flexibilität, zum anderen aber auch ein zuverlässiges Reinigungssystem gegeben sein. Geschmack und Geruch der unterschiedlichen Produkte, die auf der Maschine verarbeitet werden, können stark voneinander abweichen. So könnte die Gefahr bestehen, dass ein Produkt den Geruch oder den Geschmack eines anderen Produkts annimmt. Hier war das Reinigungssystem von Bosch die perfekte Lösung“, fasst Lutz Müller, Betriebsleiter der Abteilung Liquida am Produktionsstandort Berlin zusammen.

    Das integrierte CIP(Cleaning-in-Place)-Plus-System der Füllmaschinen sorgt für eine rückstandsfreie, sichere Reinigung und verhindert so eine mögliche Querkontamination bei der Verarbeitung verschiedener Produkte. Mit dem CIP-Plus-System kann Klosterfrau für jedes Produkt ein individuelles Reinigungsprogramm festlegen. Damit ist der Ablauf des Reinigungsprozesses auch bei der Vielfalt an Füllprodukten wiederholbar und validierbar. Vor allem für Produkte, die keine Konservierungsstoffe enthalten, ist es wichtig, dass CIP-Plus integriert ist, um die Haltbarkeit und somit die Qualität des Produktes zu gewährleisten. Da die Reinigung in einem geschlossenen Prozess stattfindet, ist ein Demontieren der Maschine nicht erforderlich, wodurch Stillstandzeiten reduziert werden.

    Auch im Hinblick auf verschiedene Verschlüsse hat Klosterfrau Flexibilität gefordert. Nach der Füllmaschine durchlaufen die Behälter Verschließmaschinen mit mehreren Verschließstationen. Auf der ersten Maschine werden, entsprechend dem Verwendungszweck des jeweiligen Produktes, individuelle Ausgießer aufgesetzt. Auf der zweiten Maschine folgen die Verschlusskappen. Servotechnik ermöglicht hierbei das Aufbringen unterschiedlichster Verschlüsse, da Drehmoment und Position dem jeweiligen Verschlussformat angepasst werden. Optional kann Klosterfrau außerdem einen Messbecher auf die Verschlusskappe setzen. Die modulare Konfiguration der Linien erlaubt die Verarbeitung unterschiedlicher Packmittel. Damit ist eine hohe Flexibilität auch für zukünftige Anwendungen gesichert.

    Pharma

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    Die gesamte Linie von der Abfüllung bis zum Verschließen wird durch eine Laminar-Flow-Haube geschützt. Diese verhindert das Eindringen von Fremdpartikeln. Unter diesem Schutz kommen die pharmagerecht verpackten Flaschen zu Beginn des Produktionsprozesses auf den Aufgabetisch, sodass ein sauberer und kontinuierlicher Produktionsprozess sichergestellt ist. Durch den großen Aufgabetisch kann die Produktionslinie 20 bis 30 Minuten lang durchgängig arbeiten.

    Das kontinuierliche Arbeitsprinzip der rundlaufenden Füllmaschine ermöglicht eine hohe Ausbringung. Alle Produktionsschritte werden in einem Durchgang ohne Zwischenstopp durchgeführt. Klosterfrau kann so, je nach Produkt, bis zu 160 Flaschen pro Minute abfüllen. Die Anzahl der Füllstellen des modularen Rundläufersystems wurde entsprechend der von Klosterfrau gewünschten Leistung angepasst. Tobias Pabst, Projektmanager bei Klosterfrau, freut sich: „Im Vergleich zu einem intermittierenden linearen Abfüllsystem können wir unsere Produkte auf einem kontinuierlichen Rundlaufsystem schneller verarbeiten. Durch die höhere Leistung der neuen Anlage haben wir nun die Möglichkeit, die Produktion mindestens doppelt so schnell zu fahren wie bisher.“

    Die langjährige Erfahrung von Bosch in der Projektierung und Konstruktion von Füll- und Verschließlinien hat Klosterfrau überzeugt: „Bosch hat die optimale Lösung für unsere individuellen Bedürfnisse zusammengestellt. Die Maschinen arbeiten zuverlässig und sind bedienerfreundlich. Die Reproduzierbarkeit in Betriebs- und Reinigungsmodi sowie im Formatwechsel vereinfachen die Bedienung. Außerdem sind wir sehr flexibel, was die Produkte angeht“, sagt Pabst. Während herkömmliche Maschinen in ihrem Produktspektrum begrenzt sind, werden auf der Bosch-Linie in Berlin aktuell zehn unterschiedliche Formate gefahren. Auch von der Serviceleistung zeigt Pabst sich überzeugt: „Die sofortige Hilfestellung – telefonisch und vor Ort – bei Fragen im Umgang mit der neuen Technik machen die Zusammenarbeit sehr angenehm. Ich bin mir sicher, dass auch weitere Projekte reibungslos verlaufen werden.“

    www.prozesstechnik-online.deSuchwort: php0416bosch

    Kurz & bündig

    Bei Klosterfrau wurde die rundlaufende Kolbenfüllmaschine FRK 5091 installiert. Die Abfülltechnik ist für dünnflüssige bis pastöse Produkte ausgelegt und bietet mit einem Füllbereich von 20 bis 1000 ml sowie programmierter Abfüll- und Reinigungsprozesse eine hohe Flexibilität. Individuelle Reinigungsprogramme für jedes Produkt machen den Reinigungsprozess wiederholbar und validierbar. Werkzeuglose Formatwechsel, eine Formatumstellung innerhalb von zehn Minuten und Füllgenauigkeit von ±0,3 % tragen zu niedrigen Produktionskosten bei.

    Die VRM ist eine rundlaufende Verschließmaschine in kompakter Maschinenausführung und kommt mit einer oder zwei Verschließstationen in Kombination mit einer Aufsetzstation für Messbecher. Servotechnologie ermöglicht das Aufbringen unterschiedlichster Verschlüsse mit dem jeweils erforderlichen Drehmoment. Formatumstellungen sind innerhalb von 15 Minuten möglich.

    Die Linie ist für eine Leistung von bis zu 400 Flaschen in der Minute ausgelegt.

    Area Sales Manager Filling & Capping, Bosch Packaging Technology

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