Die Klosterfrau Healthcare Group, mit mehr als 1000 Mitarbeitern deutschlandweit, ist einer der bedeutendsten deutschen Pharmaproduzenten. Von der Unternehmenszentrale in Köln aus wird die Vermarktung von mehr als 220 Produkten gesteuert, die europaweit vertrieben werden. Mit seinen Arzneien hat sich Klosterfrau dem hohen Anspruch verschrieben, die Gesundheit seiner Kunden zu verbessern, ihr Wohlbefinden zu steigern und ihnen die besten und verträglichsten Naturheilstoffe zur Verfügung zu stellen. Verbunden mit der Erschließung neuer Märkte wird das Gesamtsortiment regelmäßig um aktuelle Produkte erweitert und gleichzeitig nach technischen Lösungen gesucht, um den Produktionsprozess zu optimieren. Dabei stellt der Pharmakonzern höchste Qualitätsansprüche an seine Produkte und Dienstleistungen. Klosterfrau will zukünftig den Großteil seiner Produktion – wie beispielsweise Bronchicum Hustensaft und -tropfen, Soledum Hustensaft sowie Junior Angin Sirup – unter einem Dach im Werk Berlin durchführen. Aus diesem Grund suchte das Unternehmen nach einem flexiblen Füll- und Verschließsystem für die Abfüllung von unterschiedlichen flüssig-viskosen Arzneimitteln in Glasflaschen zur oralen Einnahme.
Das volumetrische Füllsystem von Bosch ermöglicht die Verarbeitung dünnflüssiger bis pastöser Produkte mit unterschiedlichsten Eigenschaften bei hoher Füllgenauigkeit und Ausbringung. „Aufgrund der Vielfalt der Produkte muss beim Abfüllen zum einen Flexibilität, zum anderen aber auch ein zuverlässiges Reinigungssystem gegeben sein. Geschmack und Geruch der unterschiedlichen Produkte, die auf der Maschine verarbeitet werden, können stark voneinander abweichen. So könnte die Gefahr bestehen, dass ein Produkt den Geruch oder den Geschmack eines anderen Produkts annimmt. Hier war das Reinigungssystem von Bosch die perfekte Lösung“, fasst Lutz Müller, Betriebsleiter der Abteilung Liquida am Produktionsstandort Berlin zusammen.
Das integrierte CIP(Cleaning-in-Place)-Plus-System der Füllmaschinen sorgt für eine rückstandsfreie, sichere Reinigung und verhindert so eine mögliche Querkontamination bei der Verarbeitung verschiedener Produkte. Mit dem CIP-Plus-System kann Klosterfrau für jedes Produkt ein individuelles Reinigungsprogramm festlegen. Damit ist der Ablauf des Reinigungsprozesses auch bei der Vielfalt an Füllprodukten wiederholbar und validierbar. Vor allem für Produkte, die keine Konservierungsstoffe enthalten, ist es wichtig, dass CIP-Plus integriert ist, um die Haltbarkeit und somit die Qualität des Produktes zu gewährleisten. Da die Reinigung in einem geschlossenen Prozess stattfindet, ist ein Demontieren der Maschine nicht erforderlich, wodurch Stillstandzeiten reduziert werden.
Auch im Hinblick auf verschiedene Verschlüsse hat Klosterfrau Flexibilität gefordert. Nach der Füllmaschine durchlaufen die Behälter Verschließmaschinen mit mehreren Verschließstationen. Auf der ersten Maschine werden, entsprechend dem Verwendungszweck des jeweiligen Produktes, individuelle Ausgießer aufgesetzt. Auf der zweiten Maschine folgen die Verschlusskappen. Servotechnik ermöglicht hierbei das Aufbringen unterschiedlichster Verschlüsse, da Drehmoment und Position dem jeweiligen Verschlussformat angepasst werden. Optional kann Klosterfrau außerdem einen Messbecher auf die Verschlusskappe setzen. Die modulare Konfiguration der Linien erlaubt die Verarbeitung unterschiedlicher Packmittel. Damit ist eine hohe Flexibilität auch für zukünftige Anwendungen gesichert.




