Die jeweiligen Divisionen von Bayer haben im vergangenen Jahr erfolgreich Innovationen auf den Markt gebracht. Als Beispiele nannte Baumann das Nierenmedikament Kerendia, das Soja-Saatgut Intacta 2 Xtend und das Hautpflegeprodukt Bepanthen Derma. Das Unternehmen habe eine Rekordsumme in Forschung und Entwicklung investiert und seine Innovationskraft zudem mit zahlreichen Akquisitionen, Beteiligungen und Partnerschaften weiter verstärkt. Es gehe darum, die riesigen Chancen der Bio-Revolution zu nutzen, die sich dank modernster Technologien im digitalen Zeitalter eröffneten, so der Vorstandsvorsitzende. „Die Möglichkeiten der Gen-Editierung nutzen wir sowohl im Gesundheits- als auch im Agrarbereich: In der Medizin forschen wir damit an der gezielten Veränderung einzelner Gene, die für Krankheiten wie Parkinson verantwortlich sind. In der Landwirtschaft können wir Pflanzen in die Lage versetzen, extremen Wetterbedingungen besser standzuhalten.“
Transformation zum klimaneutralen Unternehmen
Auch den Fortschritt bei der Transformation zu einem klimaneutralen Unternehmen hob Baumann hervor. So habe Bayer die direkten und indirekten Treibhausgasemissionen im Jahr 2021 um 11,5 % gesenkt und liege im Plan, bis 2030 klimaneutral zu werden. „Wir haben im vergangenen Jahr wirtschaftlich zugelegt – und gleichzeitig die Emissionen reduziert. Das bedeutet: Wir haben Wachstum und CO2-Ausstoß entkoppelt. Auch hier sind wir auf dem richtigen Weg!“ Dazu trug bei, dass der Konzern im Jahr 2021 Verträge über rund 600 000 MWh Strom aus erneuerbaren Energien abschloss und damit den Anteil im Strommix auf etwa ein Viertel erhöhte. Intern hat Bayer einen CO2-Preis von 100 Euro pro Tonne festgesetzt, der in Investitionsentscheidungen einfließen und die Dekarbonisierung beschleunigen soll.
Division Pharmaceuticals
Der Umsatz mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln (Pharmaceuticals) erhöhte sich wpb. um 7,4 % auf 18,349 Mrd.Euro. Das Geschäft erholte sich in den Bereichen Augenheilkunde, Radiologie und Frauengesundheit von den Einschränkungen durch Covid-19. Das glich preisbedingte Umsatzbelastungen aufgrund von Tenderverfahren in China mehr als aus. Darüber hinaus profitierte die Division im Bereich der Augenheilkunde von wachsenden Marktanteilen und der Einführung der Eylea-Fertigspritze. Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Pharmaceuticals reduzierte sich um 3,9 % auf 5,779 Mrd. Euro. Dies entspricht einer Marge von 31,5 %. Der Anstieg der Marketingkosten – insbesondere aufgrund der Produkteinführungen von Kerendia, Verquvo und Nubeqa – machte sich ebenso bemerkbar wie höhere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, etwa im Zusammenhang mit der Zell- und Gentherapieeinheit. Zusätzlich belasteten gestiegene Herstellungskosten und negative Währungseffekte in Höhe von 77 Mio. Euro.




