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    Bayer bleibt auf Kurs – Wechsel im Finanzvorstand
    Bildquelle nicht angegeben
    Branche & Markt

    Bayer bleibt auf Kurs – Wechsel im Finanzvorstand

    Der Bayer-Konzern ist nach den ersten neun Monaten des laufenden Jahres weiterhin gut auf Kurs. Der Vorstandsvorsitzende Bill Anderson hob die Resilienz
    Veröffentlicht
    17. November 2025
    Lesezeit
    4 Minuten
    Rubrik
    Branche & Markt

    Der Aufsichtsrat der Bayer AG hat Dr. Judith Hartmann zum 1. März 2026 in den Vorstand der Bayer AG berufen. Sie wird zum 1. Juni 2026 als Chief Financial Officer (CFO) die Nachfolge von Wolfgang Nickl antreten, der wie geplant Ende Mai 2026 in den Ruhestand wechseln wird. Dr. Hartmann ist derzeit Operating Partner bei Sandbrook Capital, einer privaten Investmentfirma, die sich auf den Aufbau führender Klima-Infrastrukturunternehmen konzentriert. Zuvor war sie Finanzvorständin und stellvertretende Chief Executive Officer (CEO) des Energiekonzerns Engie mit Sitz in Frankreich sowie Finanzvorständin des Medien-, Dienstleistungs- und Bildungsunternehmens Bertelsmann. Dr. Judith Hartmann studierte Internationale Betriebswirtschaftslehre an der Wirtschafts-Universität Wien, erlangte dort einen Master-Abschluss und promovierte 1997 mit Auszeichnung.

    Geschäftszahlen 3. Quartal:

    „Insgesamt sind wir in diesem richtungsweisenden Jahr gut aufgestellt, die Konzernprognose für 2025 zu erreichen, die wir im vergangenen Quartal angehoben hatten“, sagte Vorstandsvorsitzende Bill Anderson bei der Vorlage der Mitteilung zum 3. Quartal.

    Auch strategisch habe Bayer Fortschritte gemacht, sagte Anderson: Bei der Pipeline der Division Pharmaceuticals etwa erwartet das Unternehmen noch für diesen Monat die US-Markteinführung von Lynkuet (Wirkstoff: Elinzanetant) zur hormonfreien Behandlung von Beschwerden, die mit den Wechseljahren in Zusammenhang stehen. Die Division Crop Science konzentriert sich auf die Umsetzung des Fünfjahresprogramms. Das Insektizid Plenexos wurde in Lateinamerika eingeführt. Das unterstreiche den Fokus auf innovative Lösungen für die Landwirtschaft, so Anderson. Der Konzern habe die Nettofinanzverschuldung weiter reduziert, und das Organisationsmodell Dynamic Shared Ownership zahle sich sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis aus. „Unser Unternehmen wird immer schlanker, effizienter, schneller und fokussierter.“

    Mit Blick auf die Rechtsstreitigkeiten in den USA sagte der Vorstandsvorsitzende: „Wir sind überzeugt, dass unsere mehrgleisige Strategie die richtige ist. Wir setzen sie fort und passen die Lösungsansätze kontinuierlich an.“ Er sehe erhebliche Fortschritte und sei zuversichtlich, die Rechtsrisiken bis Ende 2026 signifikant einzudämmen. Das spiegele sich auch in den Rückstellungen wider, die sich im 3. Quartal durch mehrere Faktoren erhöht haben. So gab es einige Vergleichsvereinbarungen und in der Folge wie erwartet einen moderaten Zuwachs an eingereichten Glyphosatklagen. Das wiederum führte – wie jüngst auch das negative Urteil des Supreme Court des US-Bundesstaates Washington im PCB-Fall Erickson – zu höheren Rückstellungen und höheren Kosten für die Rechtsstreitigkeiten. Das Unternehmen wird weiterhin alle Optionen prüfen, um die Rechtsrisiken einzudämmen.

    Pharma

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    Der Konzernumsatz lag im 3. Quartal 2025 bei 9,660 Mrd. Euro, währungs- und portfoliobereinigt (wpb.) ein Plus von 0,9 %. Währungseffekte belasteten mit 447 Mio. Euro. Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg um 20,8 % auf 1,511 Mrd. Euro, weil es sich bei der Division Crop Science und in der Überleitung jeweils deutlich verbesserte. Das EBIT betrug minus 543 Mio. Euro. Darin enthalten waren per saldo Sonderaufwendungen von 1,064 Mrd. Euro. Diese resultierten im Wesentlichen aus Zuführungen zu Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten. Das Konzernergebnis belief sich auf -963 Mio. (Vorjahr: -4,183 Mrd.) Euro.

    Konzernprognose für 2025 bestätigt

    Angesichts der insgesamt soliden Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten bestätigte Anderson die im Halbjahresfinanzbericht angehobene Konzernprognose für 2025. Für Consumer Health sieht Bayer ein zunehmend herausforderndes Marktumfeld und rechnet deshalb nun mit einer Umsatzveränderung von -1 bis +1 %. Bisher war das Unternehmen von einem Wachstum im unteren Bereich des Korridors von 2 bis 5 % ausgegangen. Es erwartet jedoch keine Auswirkungen auf die prognostizierte EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen der Division. In Anbetracht der weiteren Zuführung zu Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten im 3. Quartal rechnet Bayer für den Konzern nun für das Gesamtjahr mit Sondereinflüssen im EBITDA in der Bandbreite von -4,0 bis -3,5 Mrd. Euro sowie im EBIT in der Bandbreite von -3,0 bis- 2,5 Mrd. Euro.

    Auf die Aussichten für 2026 ging Finanzvorstand Wolfgang Nickl ein. Dabei skizzierte er die Hauptgeschäftstreiber für die drei Divisionen, wie die Markteinführungen und Patentabläufe bei Pharmaceuticals. Mit Blick auf Crop Science sagte Nickl: „Während der Agrarmarkt recht dynamisch bleibt, wollen wir Landwirten Innovationen anbieten und unsere Profitabilitätsziele weiter verfolgen.“ Zu Consumer Health führte er aus: „Trotz einiger Herausforderungen in wichtigen Märkten in diesem Jahr betrachten wir die allgemeinen Marktwachstumstrends als intakt“. Bei den Währungseffekten erwartet der Konzern auch 2026 signifikanten Gegenwind.

    Die genauen Zahlen zum 3. Quartal

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