Der Aufsichtsrat der Bayer AG hat Dr. Judith Hartmann zum 1. März 2026 in den Vorstand der Bayer AG berufen. Sie wird zum 1. Juni 2026 als Chief Financial Officer (CFO) die Nachfolge von Wolfgang Nickl antreten, der wie geplant Ende Mai 2026 in den Ruhestand wechseln wird. Dr. Hartmann ist derzeit Operating Partner bei Sandbrook Capital, einer privaten Investmentfirma, die sich auf den Aufbau führender Klima-Infrastrukturunternehmen konzentriert. Zuvor war sie Finanzvorständin und stellvertretende Chief Executive Officer (CEO) des Energiekonzerns Engie mit Sitz in Frankreich sowie Finanzvorständin des Medien-, Dienstleistungs- und Bildungsunternehmens Bertelsmann. Dr. Judith Hartmann studierte Internationale Betriebswirtschaftslehre an der Wirtschafts-Universität Wien, erlangte dort einen Master-Abschluss und promovierte 1997 mit Auszeichnung.
Geschäftszahlen 3. Quartal:
„Insgesamt sind wir in diesem richtungsweisenden Jahr gut aufgestellt, die Konzernprognose für 2025 zu erreichen, die wir im vergangenen Quartal angehoben hatten“, sagte Vorstandsvorsitzende Bill Anderson bei der Vorlage der Mitteilung zum 3. Quartal.
Auch strategisch habe Bayer Fortschritte gemacht, sagte Anderson: Bei der Pipeline der Division Pharmaceuticals etwa erwartet das Unternehmen noch für diesen Monat die US-Markteinführung von Lynkuet (Wirkstoff: Elinzanetant) zur hormonfreien Behandlung von Beschwerden, die mit den Wechseljahren in Zusammenhang stehen. Die Division Crop Science konzentriert sich auf die Umsetzung des Fünfjahresprogramms. Das Insektizid Plenexos wurde in Lateinamerika eingeführt. Das unterstreiche den Fokus auf innovative Lösungen für die Landwirtschaft, so Anderson. Der Konzern habe die Nettofinanzverschuldung weiter reduziert, und das Organisationsmodell Dynamic Shared Ownership zahle sich sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis aus. „Unser Unternehmen wird immer schlanker, effizienter, schneller und fokussierter.“
Mit Blick auf die Rechtsstreitigkeiten in den USA sagte der Vorstandsvorsitzende: „Wir sind überzeugt, dass unsere mehrgleisige Strategie die richtige ist. Wir setzen sie fort und passen die Lösungsansätze kontinuierlich an.“ Er sehe erhebliche Fortschritte und sei zuversichtlich, die Rechtsrisiken bis Ende 2026 signifikant einzudämmen. Das spiegele sich auch in den Rückstellungen wider, die sich im 3. Quartal durch mehrere Faktoren erhöht haben. So gab es einige Vergleichsvereinbarungen und in der Folge wie erwartet einen moderaten Zuwachs an eingereichten Glyphosatklagen. Das wiederum führte – wie jüngst auch das negative Urteil des Supreme Court des US-Bundesstaates Washington im PCB-Fall Erickson – zu höheren Rückstellungen und höheren Kosten für die Rechtsstreitigkeiten. Das Unternehmen wird weiterhin alle Optionen prüfen, um die Rechtsrisiken einzudämmen.




