„Diese Akquisition ist ein wichtiger Meilenstein auf unserem Weg zu einer führenden Position in der Zelltherapie“, sagte Stefan Oelrich, Mitglied des Vorstands der Bayer AG und Leiter der Division Pharmaceuticals. „Entsprechend unserer Strategie, Investitionen in Technologien mit bahnbrechendem Innovationspotenzial zu erhöhen, haben wir beschlossen, unser Zelltherapie-Portfolio auf der Grundlage der branchenführenden iPSC-Plattform von Bluerock Therapeutics aufzubauen. Hierbei bündeln wir unsere Kräfte, um neue Behandlungsoptionen für medizinische Bedürfnisse bereitzustellen, die bis heute ungedeckt sind.“
„Wir freuen uns außerordentlich, Teil der Bayer-Organisation zu werden“, sagte Emile Nuwaysir, Ph.D., Vorstandsvorsitzender von Bluerock Therapeutics. „Wir haben eine führende Zelltherapieplattform mit branchenführenden Fähigkeiten in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Prozessentwicklung und Herstellung aufgebaut. Wir sind bereit, noch in diesem Jahr mit der klinischen Entwicklung für unser erstes Programm in Parkinson zu beginnen. Mit der Expertise und der Unterstützung von Bayer ist Bluerock Therapeutics gut aufgestellt, um Forschung, Entwicklung und Vermarktung revolutionärer Zelltherapeutika für Patienten weiterzuführen, die an Krankheiten leiden, die bisher als unheilbar galten.“
Zelltherapien als neue Behandlungsoption
Zelltherapien haben sich als wichtige neue Behandlungsoption für Patienten erwiesen und zeigen bei ersten Krankheiten einen signifikanten klinischen Nutzen. Vor allem die regenerative Zelltherapie bietet bei degenerativen Erkrankungen mit massivem Zellverlust und geringer Möglichkeit zur Selbstreparatur Potenzial. Beispielerkrankungen sind Parkinson, bei der Dopaminzellen im Mittelhirn untergehen aber auch der akute Verlust von funktionsfähigem Herzmuskelgewebe nach Herzinfarkten.
Das Portfolio von Bluerock Therapeutics im Bereich Zelltherapien konzentriert sich derzeit auf die Bereiche Neurologie, Kardiologie und Immunologie. Das Leitprogramm in der Indikation Parkinson wird voraussichtlich Ende 2019 in die klinische Entwicklung überführt werden können. Unter den neurodegenerativen Erkrankungen nimmt Parkinson in Bezug auf Prävalenz, Beeinträchtigung und Mortalität am schnellsten zu. Das primäre und mit den größten Beeinträchtigungen verbundene Symptom von Parkinson ist der fortschreitende Verlust der motorischen Kontrolle. Mit einer Zelltherapie könnte degeneriertes Hirngewebe funktionell ersetzt und damit die typische Bewegungsverarmung beseitigt werden. Damit könnten bei mehr als sieben Millionen Parkinson-Patienten weltweit motorische Fähigkeiten wiederhergestellt werden.




