Single-Use-Technologien sorgen für geringere Arbeits-, Material- und Anlagenkosten und können darüber hinaus die Markteinführung eines Arzneimittels beschleunigen. Eine zentrale Rolle für effiziente Einwegsysteme kommt der Flüssigkeitsregelung (Fluid Control) zu. Mit automatisierten Systeme und Prozesslösungen lassen sich beispielsweise Produktentwicklungszeiten verringern, die Sicherheit für das Personal erhöhen und die Produktivität der Anlagen steigern.
Da Biologika und personalisierte Medizin auf dem Vormarsch sind, stellt die biopharmazeutische Industrie zusehends von Großserien-Produktionsverfahren auf die Herstellung von Einwegsystemen um. Single-Use-Technologien bieten Abhilfe für eine der größten Herausforderungen, mit denen es Hersteller von Biopharmazeutika zu tun haben: Ausfallzeiten. In der Regel bestehen diese Produkte aus platinvernetztem Silikon oder biopharmazeutischem Kunststoff und werden nach jedem Gebrauch entsorgt. Infolgedessen ist der Reinigungsschritt zwischen den Chargen bei Single-Use-Produkten nicht mehr notwendig; der Wechsel zur nächsten Charge erfolgt also schneller als mit der Edelstahlapparatur. Beispielsweise kann die Umstellung einer Prozesslinie bei einem Bioreaktor aus Edelstahl bis zu zehn Stunden für das gleiche Produkt in Anspruch nehmen, und bis zu drei Wochen für eine komplette Produktumrüstung. Im Vergleich dazu braucht man bei einem Einwegbioreaktor lediglich ein paar Stunden zwischen den Chargen. Aufgrund der schnellen Umrüstung sorgen Single-Use-Produkte für einen wesentlich höheren Durchsatz und ermöglichen kleinere und effizientere Chargen. Außerdem können sie den Herstellern zu einer besseren Ökobilanz am Produktionsort verhelfen und die Kosten für Lüftung, Heizung und andere Betriebsmittel reduzieren.
Biopharmazeutische Unternehmen, die auf die Single-Use-Produktion umsteigen, sollten mit Fluidexperten wie Emersonzusammenarbeiten, die Produkte für die Prozessautomatisierung anbieten. Dazu gehören Automatisierungslösungen für Ventile, Luftaufbereitungsanlagen und ganzheitliche Instrumentierungslösungen. Ein solcher Experte kombiniert seine Produkte mit relevantem Branchen-Know-how, um die jeweils am besten passende Lösung zu finden. Dabei stehen für Single-Use-Systeme vielfältige Möglichkeiten von der Automatisierung einzelner Ventile bis hin zu modernsten Steuersystemen bereit.
Das richtige Schlauchquetschventil
Für eine automatisierte Prozesssteuerung sorgen zum Beispiel Einweg-Schlauchquetschventile bei Bioreaktoren und Gärtanks, Chromatografie, Skid-Systemen für die Tangentialflussfiltration (TFF) und bei anderen Laboranwendungen in der Arzneimittelforschung. Dabei sind vor allem Ventile interessant, bei denen der Quetschmechanismus die flexiblen Rohre fixiert und so jegliche Störungen der Prozessmedien minimiert und Beschädigungen der Rohrleitungen durch wiederholten Gebrauch verhindert.




