Excelvision stellt Ampullenkarten in großen Stückzahlen her, die aus jeweils fünf Blow-Fill-Seal-Einwegampullen bestehen. Da das Unternehmen eine Reihe verschiedener Produktformen und -konfigurationen für seine Kunden produziert, stand es im Hinblick auf die schnelle Verpackung der unterschiedlichen Produkte vor einer erheblichen logistischen Herausforderung.
Vor der Zusammenarbeit mit Bosch verwendete Excelvision für die Verpackung der Ampullenkarten jeweils einzelne vertikale Schlauchbeutelmaschinen. Dafür mussten die Ampullenkarten dem System jedoch manuell zugeführt werden. Die maximale Produktionskapazität betrug bei diesem Verfahren lediglich 60 Karten pro Minute – nicht ausreichend, um mit der aktuellen Nachfrage Schritt zu halten oder die geplante Geschäftserweiterung realisieren zu können. „Wir mussten uns entscheiden“, sagt Philippe Pensuet, Leiter Engineering und EHS von Excelvision. „Unsere Abläufe waren nicht flexibel genug, um auf die Anforderungen unserer Kunden reagieren zu können, und die Neugewinnung von Aufträgen nahm zu viel Zeit und Aufwand in Anspruch.“
Die Anschaffung von Aufbewahrungstrays für die verschiedenen Produktformate wäre zu kostspielig gewesen. Die Komplettlösung von Bosch hingegen ermöglichte es dem Unternehmen, einen einheitlichen Tray-Typ für alle vorhandenen Produktformate zu verwenden. Die Verpackungslinie bot die nötige Flexibilität, um die Ampullenkarten zu trennen und für jeden Kunden vorgabengetreu zu verpacken.
„Dieses Projekt stellte für uns eine große Herausforderung dar, da wir zuvor ausschließlich mit Einzelmaschinen gearbeitet hatten“, erläutert Pierre Laissy, Projektleiter bei Excelvision. „Bosch leistete die kompetente Beratung, die wir für die erfolgreiche Aufrüstung auf unsere erste hoch-automatisierte Komplettlösung für die Fertigung benötigten.“
Das Projekt erforderte darüber hinaus einen langwierigen Genehmigungsprozess, da die bestehenden Kunden von Excelvision sicherstellen mussten, dass die neuen Verpackungslösungen die Marktanforderungen und -vorschriften erfüllen. Im Verlauf dieses Prüfungsprozesses beriet sich Excelvision regelmäßig mit Bosch über verschiedene Packstile und Materialien. Aufgrund der zahlreichen beteiligten Parteien vergingen zwei Jahre, bis das Projekt umsetzungsreif war. In dieser Zeit entwickelte sich zwischen dem Unternehmen und Bosch eine enge Partnerschaft.
Gemäß Pierre Laissy waren die beiden Vorzüge von Bosch die Flexibilität und die modulare Bauweise. Um die unterschiedlichen Bedürfnisse seiner Kunden zu erfüllen, benötigte Excelvision eine Lösung, die sich einfach an spezifische Anforderungen anpassen ließ. Der modulare Ansatz mit schnellem und werkzeuglosem Formatwechsel war für Excelvision entscheidend. Zusätzlich erfordert die neue Linie nur drei Bediener, wodurch Mitarbeiter für anspruchsvollere Aufgaben eingesetzt werden können.




