Herr Peters, wie lange hält eine Tablettenpresse?
Peters: Bei guter Pflege? Ewig. Ganz im Ernst: Wir wissen von unseren Kunden, dass sie einige fast schon historische Maschinen immer noch im laufenden Betrieb einsetzen. Das sind aber absolute Ausnahmen. Die Regel in der pharmazeutischen Industrie sind Investitionszyklen von zehn bis 15 Jahren. Aber das ist noch lange nicht das Ende. Im Idealfall investieren Anwender regelmäßig in Wartung und Instandhaltung und lassen ihre Maschine durch uns generalüberholen. Dann beginnt der Lebenszyklus von Neuem.
Wodurch wird die Lebensdauer einer Maschine begrenzt?
Peters: Im Kern hängt die Lebensdauer vor allem vom Verschleiß der mechanischen und elektronischen Komponenten ab. Die Pharmaproduktion ist streng reguliert und die Anlagen müssen extrem präzise arbeiten. Deshalb werden pharmazeutische Maschinen auch für spezifische Prozesse validiert. Und weil sowohl die Regulierungsauflagen als auch die technischen Anforderungen kontinuierlich steigen, kommen ältere Anlagen irgendwann an ihre Grenzen. Genau hier setzen wir mit unserem Angebot an und verlängern den Lebenszyklus der Tablettenpresse.
Welche Möglichkeiten gibt es dazu?
Peters: Wir fokussieren uns bei der Generalüberholung auf Steuerung, Elektronik und Mechanik. Dazu haben wir – abgestimmt auf die einzelnen Maschinengenerationen – spezifische Pakete entwickelt. Sie beginnen bei einem Upgrade des Betriebssystems und gehen über einen kompletten Neuaufbau der Elektronik bis hin zum Austausch von Verkleidung und Klappen. Außerdem haben wir die Möglichkeit, neue Rotorpakete einzusetzen. Diese sind gewissermaßen das Herzstück der Tablettenpresse und entscheidend für die Leistungsfähigkeit. Bei einer kompletten Generalüberholung bleiben eigentlich nur die massiven Bauteile unverändert. Das drückt sich dann auch darin aus, dass eine überholte Maschine eine neue Seriennummer erhält.
Was hat der Kunde davon, seine Maschine bei Ihnen überholen zu lassen?
Peters: Neben den üblichen Effekten wie einem niedrigeren Energieverbrauch und geringeren Betriebskosten liegt ein Vorteil in den vergleichsweise geringen Investitionskosten. Außerdem sind Anwender mit einer generalüberholten Tablettenpresse auf zukünftige Anforderungen vorbereitet.




