Eine Speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) ist ein digital arbeitendes elektronisches System, das zur Steuerung und Regelung von Maschinen, Anlagen und Prozessen in industriellen Umgebungen eingesetzt wird. Im Gegensatz zu verbindungsprogrammierten Steuerungen (VPS) ist das Steuerungsprogramm im nichtfluechtigen Ladespeicher des Geraets hinterlegt und kann ohne Hardwareaenderungen modifiziert werden. Eine SPS besteht typischerweise aus einer zentralen Verarbeitungseinheit (CPU), Eingangs- und Ausgangsmodulen (I/O), einem Lade- und Arbeitsspeicher sowie einer Stromversorgung. Der Betrieb folgt einem zyklischen Ablauf (EVA-Prinzip): Zunaechst werden die Eingangssignale eingelesen, anschliessend das Anwenderprogramm abgearbeitet und danach die ermittelten Ausgangswerte auf die Ausgangsmodule geschrieben. SPS-Systeme sind fuer den industriellen Einsatz unter rauen Umgebungsbedingungen ausgelegt und zeichnen sich durch hohe Verfuegbarkeit, Stoerfestigkeit gegenueber elektromagnetischen Einfluessen sowie modulare Erweiterbarkeit aus. Typische Einsatzgebiete umfassen die Fertigungsautomatisierung, Prozessleittechnik, Foerdertechnik sowie den Maschinenbau. Die Programmierung erfolgt nach der internationalen Norm IEC 61131-3, die fuenf Programmiersprachen definiert (Kontaktplan, Funktionsplan, Ablaufsprache, Strukturierter Text sowie die veraltete Anweisungsliste).
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Speicherprogrammierbare Steuerung (SPS)
Steuerungstechnik & SPSQuelle: wirautomatisierer-Redaktion