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    O

    OPC UA Companion Specification

    Software & Engineering

    Eine OPC UA Companion Specification ist eine auf dem OPC-UA-Basisstandard aufbauende, domänenspezifische Erweiterungsspezifikation, die ein gemeinsames Informationsmodell für einen definierten Anwendungsbereich oder Gerätetyp festlegt. Sie wird typischerweise in einem internen Arbeitskreis der OPC Foundation oder in einem gemeinsamen Arbeitskreis der OPC Foundation mit anderen Organisationen erarbeitet; eine Erstellung ohne explizite Kooperation mit der OPC Foundation durch Normungsorganisationen oder Unternehmen ist ebenfalls möglich. Das Ziel ist die herstellerübergreifende, semantisch interoperable Datenkommunikation auf Ebene des Informationsmodells. Companion Specifications definieren ObjectTypes, VariableTypes, DataTypes und ReferenceTypes innerhalb des OPC-UA-Adressraums für spezifische Domänen, etwa Robotik (OPC UA for Robotics, VDMA 40010), Werkzeugmaschinen (OPC UA for Machine Tools/umati, VDW) oder Analysegeräte (OPC UA for Analyzer Devices, ADI). Durch das OPC-UA-Typsystem sind die Spezifikationen prinzipiell erweiterbar; Rückwärtskompatibilität ist jedoch kein automatisch gewährleistetes Merkmal, sondern erfordert die Einhaltung expliziter Kompatibilitätsregeln (z.B. keine Änderung von Pflichtfeldern in Structure DataTypes). In der Praxis ermöglichen Companion Specifications die direkte Anbindung von Maschinen unterschiedlicher Hersteller an übergeordnete MES-, SCADA-, ERP- oder Cloud-Plattformen auf Basis einheitlicher Datenpunktstrukturen. Sie sind damit ein zentrales Werkzeug zur Umsetzung semantischer Interoperabilität in der industriellen Automation.

    Quelle: wirautomatisierer-Redaktion

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