Ein Messumformer ist ein Gerät, das das Ausgangssignal eines Sensors oder Messwertaufnehmers in ein standardisiertes, übertragungssicheres Signal umwandelt, das von nachgeordneten Steuerungs- oder Leitsystemen direkt verarbeitet werden kann. Die Wandlung umfasst typischerweise Signalverstärkung, Linearisierung, Temperaturkompensation und galvanische Trennung. Gebräuchliche Ausgangssignale in der Prozessautomatisierung sind der Stromausgang 4–20 mA (genormt nach IEC 60381-1, ergänzt durch NAMUR NE43 hinsichtlich Fehlersignalpegel), Spannungsausgänge sowie digitale Protokolle wie HART, PROFIBUS PA, Foundation Fieldbus oder IO-Link. Der Zweileiter-Stromausgang 4–20 mA hat sich als Industriestandard etabliert, da er gleichermaßen Energie- und Signalübertragung auf einer Leitung ermöglicht und robust gegenüber Leitungswiderstands- und Einstreuungsfehlern ist. Messumformer sind als Kopfmessumformer (direkt im Anschlusskopf des Sensors montiert), als Schienenmessumformer (auf DIN-Hutschiene) oder als Feldgeräte in verschiedenen Schutzarten erhältlich. Sie werden für Temperatur-, Druck-, Füllstand-, Durchfluss- und Positionsmessgrößen eingesetzt. Gerätebeschreibungssprachen wie EDDL (IEC 61804) oder FDT/DTM (IEC 62453) ermöglichen die Integration in Engineering-Werkzeuge und Asset-Management-Systeme.
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Messumformer
Sensorik & MesstechnikQuelle: wirautomatisierer-Redaktion