Eine Lichtschranke ist ein optoelektronischer Sensor, der Objekte durch Unterbrechung oder Reflexion eines Lichtstrahls berührungslos detektiert. Grundsätzlich werden drei Bauformen unterschieden: Bei der Einweg-Lichtschranke sind Sender und Empfänger räumlich getrennt und stehen sich gegenüber; eine Sonderform ist die Gabellichtschranke (Gabelkoppler), bei der Sender und Empfänger im Abstand von 3–120 mm bereits in einem gemeinsamen Gabelgehäuse vormontiert sind. Reflex-Lichtschranken (Retroreflektoren) vereinen Sender und Empfänger in einem Gehäuse und senden den Lichtstrahl zu einem Reflektor zurück; die Unterbrechung dieses Strahlwegs signalisiert die Objektanwesenheit. Reflexions-Lichttaster detektieren das vom Objekt selbst zurückgestreute Licht und erfordern daher keine separate Gegenkomponente. Als Lichtquellen kommen Infrarot-LEDs (880–940 nm), rote sichtbare LEDs (660 nm) oder Laserdioden zum Einsatz; Letztere werden für besonders präzise Anwendungen wie Kleinteileerkennung und hohe Wiederholgenauigkeit eingesetzt. Reichweiten variieren je nach Bauform von wenigen Millimetern bis zu ca. 80 m bei Einweg-Lichtschranken. Wichtige Auswahlparameter sind Strahlcharakteristik, Objektgröße, Umgebungshelligkeit und Schutzart. Lichtschranken werden in der Fördertechnik, Verpackungsindustrie, Holzbearbeitung, Druckmaschinen sowie zur Zutrittssicherung und in Sicherheitslichtgittern eingesetzt.
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Lichtschranke
Sensorik & MesstechnikQuelle: wirautomatisierer-Redaktion