End-of-Arm-Tooling (EOAT) bezeichnet alle am Roboterflansch montierten Werkzeuge und Effektoren, die die direkte Interaktion des Roboters mit dem Werkstück oder dem Prozess ermöglichen. Greifer als häufigste EOAT-Kategorie lassen sich nach ihrem Wirkprinzip klassifizieren: Fingergreifer (parallel oder zentrisch, pneumatisch oder elektrisch angetrieben), Vakuumsauger für flächige oder empfindliche Teile, Magnetgreifer für ferromagnetische Werkstücke sowie Nadelgreifer für textile oder poröse Materialien. Darüber hinaus umfasst EOAT Prozesswerkzeuge wie Schweißbrenner, Klebeventile, Schrauber, Frässpindeln und Messtaster. Die Auslegung des EOAT ist eine der zentralen Ingenieuraufgaben bei der Roboterintegration: Greifkraft, Hub, Fingergeometrie, Gewicht und Schwerpunktlage beeinflussen direkt die nutzbare Traglast und Zykluszeit. Schnellwechselsysteme ermöglichen den automatisierten Werkzeugwechsel innerhalb des Produktionsprozesses. Bei kollaborativen Anwendungen müssen EOAT-Systeme gemäß ISO 10218-2:2025 (welche die Anforderungen der früheren ISO/TS 15066 integriert) auf zulässige Kontaktkräfte ausgelegt sowie auf scharfe Kanten und Quetschstellen geprüft sein.
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End-of-Arm-Tooling (Greifer)
RobotikQuelle: wirautomatisierer-Redaktion