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    Wulffsche Oberflächenmorphologie
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    Lexikon Pharmatechnologie

    Wulffsche Oberflächenmorphologie

    Darstellung der morphologischen (Morphologie) Verhältnisse von oberflächennahen Schichten metallischer (Metalle) Werkstoffe in Abhängigkeit von der
    Veröffentlicht
    01. Januar 2013
    Lesezeit
    1 Minute
    Rubrik
    Lexikon Pharmatechnologie

    Durch mechanisches Schleifen, etwa mit K 150 und einem Schleifabtrag von ca. 0,2 mm, wird ein vorher reines austenitisches Gefüge/Kristallgitter in einer Tiefe von ca. 15 µm (Beilby-Schicht) nachhaltig beschädigt, aufgrund von

    • Kaltverformung des Austenits,
    • Bildung und Kaltverformung von Ferrit bzw. Martensit,
    • Oxidwirkungen durch wärmebedingte Oxidationen,
    • Korndeformationen (Korn) durch plastische Umformungen,
    • mikroskopischen Schleifrissen (Riss).

    Diese morphologische Gefügeveränderung beeinflusst eine ganze Reihe von funktionalen Eigenschaften einer austenitischen Edelstahloberfläche negativ: Korrosionswiderstandsverhalten (Korrosion), Oberflächenbelegungsverhalten, Reinigungsverhalten etc.

    Speziell das elektrochemische Polieren erlaubt durch den nachhaltigen völlig belastungsfreien Materialabtrag eine umfassende Sanierung dieser Defekte und die Erzielung morphologisch reiner und sauberer austenitischer Edelstahloberflächen.

    (Siehe auch: Abb. B 3 unter Beilby-Schicht.)

    © 2013 – ECV – Lexikon der Pharmatechnologie

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