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    Verzweigung
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    Lexikon Pharmatechnologie

    Verzweigung

    In der organischen Chemie der Makromoleküle von Polymerwerkstoffen die Bildung von Seitenketten in Bezug z. B. auf die aliphatische (Aliphate) Hauptkette
    Veröffentlicht
    01. Januar 2013
    Lesezeit
    1 Minute
    Rubrik
    Lexikon Pharmatechnologie

    Makromoleküle zeigen je nach molekularem Aufbau einen unterschiedlichen Verzweigungsgrad. Beispielsweise ist PE je nach verwendetem Polymerisationskatalysator (Polymerisation, Katalysator) geeignet, verhältnismäßig lineare, fadenförmige Makromoleküle zu bilden, mit einem extrem geringen Verzweigungsgrad (speziell NDPE, Niederdruckpolyethylen).

    Dem gegenüber zeigen Pfropfcopolymere (Copolymere) einen deutlich höheren Verzweigungsgrad aufgrund der Tatsache, dass die aufgepfropften Seitenketten diese geometrisch räumliche Verzweigung bedingen. Dabei ist der Verzweigungsgrad zunächst vollkommen unabhängig von einem Vernetzungsvorgang.

    Gering verzweigte Strukturen zeigen i. Allg. kristallinen bzw. teilkristallinen (Teilkristalline Polymere), also eng geordneten Strukturaufbau des Polymerwerkstoffes. Stark verzweigte Strukturen zeigen dagegen ungeordneten, verknäuelten also amorphen Makromolekülaufbau.

    Im Polymerbereich erweitert sich der Begriff der Verzweigung (im Unterschied zur Vernetzung) dadurch, dass bei bestimmten Polymerisationsbedingungen von den fadenförmigen Kettenmolekülen (C-Ketten) Seitenäste (Verzweigungen) wachsen. Speziell bei der Pfropfcopolymerisation ist die Bildung von Verzweigungen das gewünschte Bildungsprinzip zur Einstellung bestimmter Werkstoffeigenschaften.

    Abb. V 4: Beispiel für ein Pfropfcopolymerisat. (Quelle: G. Henkel)

    © 2013 – ECV – Lexikon der Pharmatechnologie

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