Zur Steigerung der Prozess- und Tablettenqualität beim Filmcoaten präsentiert Lödige Process Technology eine Lösung, bei der die Luft- und die Wärmeverteilung gleichmäßig über das gesamte Tablettenbett erfolgt. Verwirbelungen im Düsenbereich und daraus resultierende Verunreinigungen im Coaterinnenraum lassen sich dadurch minimieren und die Standzeiten bei einer Kampagnenfertigung reduzieren.
Beim Tablettencoating hat die Luftführung entscheidenden Einfluss auf den Coatingprozess. Bislang standen hierfür im Wesentlichen zwei unterschiedliche Luftführungs-systeme zur Auswahl: die Zwangsluftführung in Richtung Tablettenbett und die Zwangsluftführung durch das Tablettenbett hindurch. Bei beiden Varianten wird die Luft über „Luftschuhe“ zu- und abgeführt, die unmittelbar an der Trommelaußenseite installiert sind. Die Systeme unterscheiden sich in der Position des Zuluftschuhs, der die Trocknungsluft in die Trommel leitet.
Bei der Zwangsluftführung in Richtung des Tablettenbettes (Bild 1) tritt Luft mit hoher Geschwindigkeit aus dem Zuluftschuh aus und strömt in Richtung Tablettenbett. Dieses stellt ein Hindernis dar, das nur teilweise durch den Unterdruck des Abluftventilators kompensiert wird. Dadurch entstehen Luftwirbel über dem Tablettenbett, die den feinen Sprühnebel der Düsen mitreißen.
Der Nachteil bei dieser Art der Luftführung besteht darin, dass bereits am Anfang des Prozesses Trommel und Düsarm durch Sprühtrocknung sehr stark mit Staub verschmutzt sein können. Um solche Beeinträchtigungen auszuschließen, ist eine optimierte Luftführung sinnvoll. Dies gelingt bei der aktuell von Lödige Process Technology vorgestellten Weiterentwicklung durch eine Luftzuführung mit verändertem Kanalaustritt und gezielter Leitung des Luftstromes im Coatergehäuse. Die große Austrittsöffnung des neu konzipierten Zuluftkanals verfügt über verschieden große Schlitze, um den Luftstrom von Beginn an im Gehäuse gleichmäßig über die Trommellänge zu verteilen.
Lufteintritt in Sprührichtung
Der Lufteintritt in die Trommel sollte idealerweise in Richtung des Abluftschuhs und somit in Sprührichtung erfolgen. Damit die Zuluft nicht mit hohen Geschwindigkeiten in die Trommel eintritt, wird eine große Oberfläche für den Eintritt in den Innenbereich der Trommel benötigt. Beides lässt sich dadurch erreichen, dass die Luft zuerst einen Teil der Trommel außen umströmt und dann oberhalb des Düsarmbereiches über die Perforation in die Trommel eintritt, wie in Bild 2 zu sehen ist. Diese Eintrittsfläche ist deutlich größer als bei einem von außen auf die Trommel aufgesetzten Schuh. Dadurch wird eine laminare Strömung im Trommelinneren erzielt. Um dabei mögliche Turbulenzentwicklungen im Bereich des Sprühkegels zu vermeiden, ist für einen Teil der Trommel zusätzlich eine Abdeckung oberhalb des Abluftschuhs vorgesehen. Eine gute Verteilung des Luftstromes beim Eintritt in die Trommel über die gesamte Länge hat auch eine gleichmäßige Temperaturverteilung über das gesamte Tablettenbett zur Folge.




