Amorph strukturierte Thermoplaste zeichnen sich meist als typisch spröde Werkstoffe aus. Prinzipiell sind oberhalb des Einfriertemperaturbereichs die Makromoleküle schon so weit beweglich, dass der Polymerwerkstoff bei langsamer Belastung weich und elastisch erscheint. Bei rascher bzw. schlagartiger Belastung kann der Werkstoff nicht mehr durch Gleiten der Makromolekülketten ausweichen (reagieren) – vielmehr sind die Ketten andererseits zueinander schon gelockert, sodass der Werkstoff (leichter) brechen kann und der Bruchvorgang erscheint paradoxerweise als Sprödbruch (Brittle Point Damage). Beispielsweise zeigt PVC-hart zwischen 80 und 130 °C ein spezielles Bruchverhalten (Sprödbruchverhalten).
© 2013 – ECV – Lexikon der Pharmatechnologie
