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    Skalierbare Verpackungskonzepte
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    Branche & Markt

    Skalierbare Verpackungskonzepte

    Der Prepackaging Service von Faller Packaging umfasst Ready-to-use-Verpackungen für Medikamente und Dienstleistungen, die helfen, die Kapazitäten schrittweise zu vergrößern.
    Veröffentlicht
    16. März 2026
    Lesezeit
    4 Minuten
    Rubrik
    Branche & Markt

    Bereits für die Zulassung eines Medikaments stehen Pharmahersteller vor der Aufgabe, eine Verpackung bereitzustellen, die alle branchentypischen Anforderungen erfüllt. Anschließend muss das Verpackungskonzept an die steigenden Ausbringungsmengen angepasst werden. Der Prepackaging Service umfasst vorkonfektionierte Ready-to-use-Verpackungen und Dienstleistungen rund um die Sekundärverpackung, die helfen, die Kapazitäten flexibel aufzubauen.

    Bei der Markteinführung zählt jeder Tag. Denn je eher ein Produkt überall erhältlich ist, desto schneller profitieren die Patienten – und desto schneller amortisieren sich die Entwicklungskosten. Zudem muss die Herstellung der Pharmazeutika zügig an den steigenden Bedarf angepasst werden können. Anfangs reicht eine Verpackung aus, die manuell bestückt werden kann. Bei einem erfolgreichen Launch sollte dieser Prozess jedoch automatisiert erfolgen. Da liegt die Krux: Bis zur Zulassung der maschinengängigen Verpackung und der Inbetriebnahme einer entsprechenden Anlage können viele Monate vergehen. Wenn Hersteller dies umgehen möchten, indem sie vorab schon eine hohe Produktionskapazität aufbauen, tragen sie ein großes Investitionsrisiko. Auch bei bereits etablierten Produkten können Verpackungsengpässe entstehen, etwa durch unerwarteten Markterfolg oder regionale und saisonale Schwankungen.

    Für kleine und große Mengen

    Bei all diesen Herausforderungen unterstützt Faller Packaging die Kunden mit dem Prepackaging Service. Der Spezialist für Faltschachteln, Packungsbeilagen, Haftetiketten und Kombiprodukte beliefert Pharmahersteller mit vorkonfektionierten, genau auf die Anforderungen des Produkts angepassten Ready-to-use-Verpackungen. Dabei werden die Anwender vom Launch bis zur Serienproduktion und beim schnellen Markteintritt nach der Zulassung begleitet. Gemeinsam entstehen pharmakonforme und recycelbare Kartonverpackungen für alle Parenteralia und verschiedene Darreichungsformen wie Vials, Ampullen, Spritzen, Medical Devices oder Kombiprodukte.

    Das Team der Entwicklungsabteilung arbeitet mit dem Kunden ab der Clinical Trial Phase 3 eng zusammen, um die optimale Verpackungslösung für sein Produkt zu finden. Die Konzepte sind maschinengängig und können sowohl für Klein- als auch für spätere Großmengen ohne Veränderung eingesetzt werden. So decken sie den kompletten Lebenszyklus des Produkts ab und unterstützen die Nachhaltigkeitsziele der Unternehmen.

    Neben der Herstellung vorkonfektionierter Verpackungen übernimmt Faller Packaging auch Dienstleistungen rund um die Sekundärverpackung. Dazu gehört beispielsweise, Faltschachteln aufzurichten oder sie mit Haftetiketten und Packungsbeilagen zu kombinieren, aber auch Sonderklebungen für kleine und mittlere Auflagen. Weitere Leistungen umfassen Wiegen und Codieren, Etikettieren sowie Bandieren und Bündeln. Hinzu kommen manuelle Montagearbeiten, der Aufbau von Displays, logistische Services und die Serialisierung.

    Pharma

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    Skalierbar und nachhaltig umgesetzt

    Kleine Mengen oder komplexe Verpackungskonstruktionen fertigt Faller Packaging von Hand. Bei steigendem Bedarf werden die Verpackungen halbautomatisch produziert, große Stückzahlen entstehen vollautomatisch. Im Druck nutzt das Unternehmen zertifizierte Farben und Lacke. Papier und Kartonagen stammen aus verantwortungsvoll betriebener Forstwirtschaft. Die Packmittel bestehen aus nur einem Material – so lässt sich der Recyclingkreislauf einfach schließen. Zur Nachhaltigkeit gehört immer die optimale und gewissenhafte Nutzung der Materialien. Das Ziel ist, so wenig Rohstoffe wie möglich einzusetzen und beispielsweise Hohlräume zu vermeiden. Deshalb arbeitet Faller Packaging kontinuierlich an neuen Lösungen und Konstruktionen.

    Der Prepackaging Service integriert sich nahtlos in die Wertschöpfungskette der Kunden. Unternehmen gewinnen kurzfristig zusätzliche Kapazitäten, wenn Engpässe durch hohe Nachfrage, Personalmangel, fehlendes Equipment oder technische Ausfälle entstehen. Typische Einsatzfälle sind die Einführung eines neuen Medikaments, klinische Studien, temporäre Produktionssteigerungen oder Projekte, um Lieferketten durch gebündelte Verpackungs- und Logistikprozesse nachhaltig zu optimieren.

    Hand in Hand mit dem Prepackaging Service geht der Seamlesspackaging Service. Gemeinsam mit Maschinenhersteller Schubert-Pharma projektiert und realisiert Faller Verpackungsprozesse von manuell bis vollautomatisiert. Diese sind auf die Erfordernisse des Kunden abgestimmt und auf die benötigte Stückzahl skalierbar.

    August Faller GmbH & Co. KG, Waldkirch

    Nachgefragt:   Erfahrung aus der Praxis

    Bei welchen konkreten Verpackungsschritten geraten Pharmahersteller nach dem Launch eines neuen Medikaments in der Praxis am häufigsten unter Zeitdruck?

    Michael Nemeth: Oft fehlt das maschinelle Equipment im Haus, da die Verpackungsmaschinen noch nicht qualifiziert oder sogar noch nicht bestellt sind. Bei neuen Medikamenten ist nicht immer klar, wie hoch die Bedarfe sein werden und wie das Medikament am Markt ankommt. Das bedeutet, dass Investitionen in Maschinen erst später stattfinden. Mit unserem Prepackaging Service Service liefern wir die finalen Verpackungsprodukte und der Kunde legt nur noch sein Medikament in die Verpackung. So spart er sich Kosten und Zeit beim Produktlaunch und bleibt vorerst flexibel.

    Welche Anpassungen am Verpackungsprozess ergeben sich erfahrungsgemäß erst im realen Produktionsbetrieb?

    Nemeth: In der Regel ändert sich am Produkt selbst nichts mehr. Wir entwickeln die Verpackungen mit dem Kunden und dem Maschinenhersteller gemeinsam, damit sie sowohl bei uns als später auch auf den Anlagen des Kunden herstellbar sind. Falls sich die Bedarfe des Kunden erhöhen, können wir die Prozesse von manuell auf teil- oder auch vollautomatisiert umstellen. Hierfür haben wir verschiedene Lösungen im Portfolio.

    Welche Rolle spielt der Prepackaging Service konkret bei der Entscheidung, wann der Umstieg auf teil- oder vollautomatisierte Verpackung sinnvoll ist?

    Nemeth: Wichtig ist hier, einen flexiblen Partner zu haben, der sich schnell auf neue Bedarfe einstellen kann. Alle Packmittel beziehen wir intern und sind dadurch nicht von weiteren Lieferanten abhängig. Eine Umstellung auf eine teilautomatisierte Produktion findet bei regelmäßigen Bedarfen statt. Bei Volumen mit mehr als 300.000 Einheiten im Jahr lohnt sich oft die Investition in eine automatisierte Produktion.

    Autorin: Eva Linder

    Fachredakteurin

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