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    Schaeffler-Diagramm
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    Lexikon Pharmatechnologie

    Schaeffler-Diagramm

    Auch: Schaeffler-De Long-Diagramm. Beschreibt nach der Basler Norm 2 (BN2) für austenitische Edelstahllegierungen den gewichteten Zusammenhang zwischen
    Veröffentlicht
    01. Januar 2013
    Lesezeit
    2 Minuten
    Rubrik
    Lexikon Pharmatechnologie

    Beschreibt nach der Basler Norm 2 (BN2) für austenitische Edelstahllegierungen den gewichteten Zusammenhang zwischen austenitbildenden (Austenit) und ferritbildenden (Ferrit) Legierungskomponenten, indem die sogenannten Chrom-Äquivalente und Nickel-Äquivalente dargestellt werden und ein Austenitkriterium durch formale Verknüpfung von Cr- und Ni-Äquivalent angegeben wird.

    Im Schaeffler-Diagramm wird damit eine Grenzlinie zwischen reinen Austenitstrukturen und Austenit-Ferritmischstrukturen (2-Phasenstruktur) definiert.

    Nach Schaeffler / De-Long (Gewichtsprozentanteile der Legierungsschmelze) gilt als empirische Formel:

    Cr- Äquiv. = Cr + Mo + 1,5 Si + 0,5 Nb + 2 Ti,

    Ni- Äquiv. = Ni + 30 C + 0,5 Mn + 30 (N – 0,02),

    bzw. alternativ nach Hammar und Svensson:

    Cr -Äquiv. = Cr + 1,37 Mo + 1,5 Si + 2 Nb + 3 Ti,

    Ni -Äquiv. = Ni + 0,31 Mn + 22 C + 14,2 N + Cu.

    Als Austenitbildungskriterium gilt nach der Schaeffler / De Long-Formel:

    CrÄquiv. – 0,91 NiÄquiv. ≤ 7,70.

    Beim Vergleich von Legierungswerkstoffen nach der Schaeffler / De Long-Formel und der Hammar / Svensson-Formel ergeben sich im Toleranzbereich recht ähnliche Aussagemöglichkeiten über die Werkstoffe 1.4404, 1.4435, 1.4539 etc. Die Formeln erlauben somit prinzipielle Abschätzungen der sich einstellenden Gefügestrukturen hinsichtlich zu erwartender Schweißergebnisse, indem man für eine betreffende Edelstahlschmelze (Werkstoffzeugnis) das Cr- und das Ni-Äquivalent ausrechnet, die Austenitbedingung prüft und sodann im Diagramm durch Eintragung der beiden Äquivalente die Lage der betreffenden Legierung überprüft. So sich nach Erfüllung der Austenitbedingung auch die Bestätigung der Austenitlage im Diagramm ergibt, kann davon ausgegangen werden, dass die zu erzeugende Schweißnaht rein austenitisch bzw. frei von Deltaferrit sein wird.

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    Abb. S 1: Schaeffler-Diagramm. (Quelle: B. Henkel, Deltaferritbildung in austenitischer Schweißnaht, Dipl.-Arbeit an der TU-Wien, 1999)

    Abb. S 2: De-Long-Diagramm. (Quelle: B. Henkel, Deltaferritbildung in austenitischer Schweißnaht, Dipl.-Arbeit an der TU-Wien, 1999)

    Abb. S 3: Darstellung der Cr- / Ni-Äquivalente verschiedener austenitischer Edelstahllegierungen. (Quelle: B. Henkel, Deltaferritbildung in austenitischer Schweißnaht, Dipl.-Arbeit an der TU-Wien, 1999)

    © 2013 – ECV – Lexikon der Pharmatechnologie