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    Redox-Prozess
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    Lexikon Pharmatechnologie

    Redox-Prozess

    Prozess, bei dem Oxidation und Reduktion gleichzeitig ablaufen. Das Reduktionsmittel gibt dabei Elektronen ab, das Oxidationsmittel nimmt Elektronen auf.
    Veröffentlicht
    01. Januar 2013
    Lesezeit
    1 Minute
    Rubrik
    Lexikon Pharmatechnologie

    wobei Ox die oxidierte und Red die reduzierte Form des Systems symbolisiert.

    Hinsichtlich austenitischen Edelstahllegierungen sind folgende Redox-Systeme zu nennen:

    • Desoxidation (bzw. formal Reduktion) der Schmelze durch Verwendung etwa von Al-, Si-, Ca-Beimischungen, wobei z. B. Al zu Al2O3 oxidiert wird (Oxidationsvorgang) und gleichzeitig der O aus einer anderen Verbindung gelöst wird (Reduktion).
    • Bei der Passivierung von passivierbereiten (morphologisch reinen) Edelstahloberflächen mit wässriger Salpetersäure laufen folgende Reaktionen ab:HNO3 → H+ + NO2 – + O 2 Cr + 3 O → Cr2O3Bei diesem schematisierten Vorgang entsteht aus der Salpetersäure Sauerstoff, der vom thermodynamisch hochaffinen Chrom zur Bildung von Chromoxid genutzt wird.
    • Glühen von metalloxidisch verunreinigten Edelstahloberflächen in reduzierender H2-Atmosphäre bei ca. 1.050-1.100 °C (Lösungsglühbehandlung)Fe2O3 + 3 H2 = 2 Fe + 3 H2ODabei entsteht aus Eisenoxid metallisches Eisen (Reduktion) unter Wasserbildung (Oxidation).

    © 2013 – ECV – Lexikon der Pharmatechnologie

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