Neben unterschiedlichen Bandsystemen gewährleisten auch Carrier-Konzepte in zunehmend komplexeren Produktions- und Verpackungsprozessen einen produktschonenden und sicheren Transport. Geeignet sind die modularen Systeme vor allem für instabile, also rollende oder nicht stehende Pharmazeutika und Medizinprodukte.
Bei einem Carrier handelt es sich um eine Art Werkstückträger, der beispielsweise Produkte während der Assemblierungsschritte transportiert und nach der fertigen Assemblierung zum Verpackungsprozess bringt. Auch für den Transport von empfindlichen Gütern, die nicht im Bulk transportiert oder verpackt werden dürfen, kommt ein solches Konzept infrage, ebenso wie für Produkte aus Glas, die transportiert und verpackt werden müssen, ohne dass es zu einem unerwünschten Glas-Glas-Kontakt kommt. Mittels Carrier können zudem mehrere Produkte gleichzeitig transportiert werden.
Hinsichtlich der Produkte sind Carrier-Systeme sehr flexibel. Sie eignen sich für assemblierte Komponenten wie Injektoren, Schlauchsets, Katheter und Ventile genauso wie für Augentropfenampullen aus Kunststoff und vorgefüllte Spritzen oder andere Behältnisse mit Wirkstoff, die Teil einer Kombinationspackung sind. Ebenso kann ein Carrier-System für den Transport von vorgeformten Trays, mit oder ohne Inhalt, sowie von fertig versiegelten Packungen zur danach folgenden Sekundärverpackung genutzt werden.
Welche Vorteile bieten Carrier?
Die Systeme lassen sich bei Tiefziehverpackungsmaschinen und Traysealern einsetzen. Das modulare Konzept erlaubt ein individuelles Layout und somit eine optimale Adaption an die zur Verfügung stehende Fläche. Auch tragen Carrier aufgrund der gleichzeitigen Beladung von Produkten oder auch Packungen in einem Werkstückträger maßgeblich zu einer schnelleren Prozessgeschwindigkeit und damit Effizienz bei. Klar definierte Schnittstellen, auch zu vorgeschalteten Prozessen, sorgen für eine hohe Prozesssicherheit.
Ist eine Pufferfunktion integriert, lassen sich Stopps im Prozess, etwa durch den Ausfall eines vor- oder auch nachgelagerten Prozesses, problemlos überbrücken, die Prozesse dadurch entkoppeln und ein kontinuierlicher Produktfluss sicherstellen. Dies ist von erheblicher Bedeutung, da solche Stopps in automatisierten Lösungen nicht selten zu großen Effektivitätsverlusten der gesamten Linie führen können.
Darüber hinaus sind bei einer Kombination von Traysealern mit einem Carrier-Konzept auch kleine Losgrößen, sogar bis hin zu Losgröße 1, realisierbar.
Konzepte für den Produkttransport
Zu den gängigen Szenarien zählen Anwendungen, in denen Produkte unkontrolliert zur Verpackungsmaschine gelangen würden oder vorgelagerte Assemblierungs- bzw. Fertigungsprozesse mit der Verpackungsmaschine verknüpft werden müssen.




