„Auf Basis der starken Forschungslandschaft in Deutschland im Bereich der Biotechnologie und Medizin müssen wir weiter die Rahmenbedingungen anpassen, um ein Ökosystem der Translation zu schaffen. Und ich sehe hier Fraunhofer als zentralen Akteur“, so Prof. Dr. Ulrike Köhl, stellvertretende Vorsitzende Fraunhofer-Verbund Gesundheit.
Dr. Matthias Meergans, Geschäftsführer Forschungspolitik des vfa, betont: „Die von PROUD ermittelten Fortschritte dürfen nicht vom Hauptbefund ablenken: Deutschland hat ein Jahr wertvolle Zeit dabei verloren, das Potenzial der hochkarätigen deutschen Forschung in marktfähige Anwendungen zu überführen. Eine weitere Verzögerung darf es nicht geben. Doch erfreulicherweise startet nun die High Tech Agenda Deutschland. Für die Arbeitsgruppe Biotechnologie, die dafür in Kürze konstituiert wird, liefert das PROUD Update eine maßgeschneiderte Baseline-Messung. Fraunhofer Gesundheit und der vfa bieten zudem ihre Kooperation für den Aufbau einer Translations-Allianz an; denn eine enge Zusammenarbeit aller relevanten Akteure ist wichtiger denn je.“
Ergebnisse beim Nationen-Ranking
Teil des PROUD Updates ist ein Ranking von neun für die Pharmabranche besonders relevanten Nationen hinsichtlich verschiedener Kenngrößen entlang der Wertschöpfungskette der Arzneimittelentwicklung. In diesem Ranking ist Deutschland gegenüber 2024 bei den Investitionen in Forschung und Entwicklung pro Kopf um einen Platz auf Rang 4 zurückgefallen. Es behauptet bei den Patenten unverändert Rang 3 und ist bei der Zahl forschender Institutionen und der Publikationen sogar jeweils um einen Platz auf Rang 4 aufgerückt. Ebenfalls aufgerückt, allerdings nur jeweils auf Rang 5, ist Deutschland bei den Eigenkapitalinvestitionen und der Zahl neu gegründeter Biotech-Start-Ups. Unverändert auf Rang 7 bzw. 8 verharrt Deutschland bei der Zahl klinischer Phase I-Studien und aller Studien, gemessen an der Bevölkerungsstärke; jedoch hat sich die absolute Zahl neu begonnener Studien gegenüber dem Vorjahr erhöht. Unangefochten auf Rang 1 liegt Deutschland innerhalb Europas (einschließlich UK und Schweiz), was die Zügigkeit der Markteinführung von Medikamenten nach der Zulassung und was die Verfügbarkeit zugelassener Medikamente betrifft.
Die komplette Studie gibt es hier.




