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    Oberflächenenergie
    Foto: Foto: CHUTTERSNAP / Unsplash
    Lexikon Pharmatechnologie

    Oberflächenenergie

    Materialkonstante, die die Energie angibt, die bei Oberflächenvergrößerung aufgewendet werden muss. Spezifische mechanische Arbeit dA pro Flächeneinheit
    Veröffentlicht
    01. Januar 2013
    Lesezeit
    1 Minute
    Rubrik
    Lexikon Pharmatechnologie

    dA = σF x ℓ x dℓ, mit σF als zu überwindende Oberflächenspannung, die je Längeneinheit einer den Stoff begrenzenden Randkurve als Linienspannung wirkt. ℓdℓ ist das bei der Vergrößerung der Oberfläche von der Randkurve überstrichene Flächenelement. Die mechanische Arbeit pro Flächeneinheit (Oberflächenenergie) hat also die gleiche Dimension wie die Oberflächenspannung als Linienspannung, weshalb Oberflächenenergie und Oberflächenspannung zwar identisch, aber ursachenverschieden sind.

    Die Trennarbeit etwa von Partikeln kann also zur Ermittlung der Oberflächenspannung genutzt werden, bzw. kann aus der Oberflächenspannung die Trennarbeit bzw. die Haftkraft des Partikels an der Oberfläche ermittelt werden (siehe Atomic Microscopic Force).

    Die Oberflächenenergie ist pharmazeutisch bei dispersen Systemen von Bedeutung. Je kleiner der mittlere Teilchendurchmesser der dispersen Phase ist, desto größer ist die Oberfläche bzw. Grenzfläche zwischen den beiden Phasen und somit auch die Grenzflächenenergie (Oberflächenenergie). Durch Entropieeffekte (Entropie) versucht jedes System seinen Energieinhalt zu reduzieren, in diesem Fall durch Wachstum der mittleren Teilchengröße. Aus diesem Grund müssen derartige Systeme beispielsweise durch Einsatz von Emulgatoren zur Verringerung der Grenzflächenenergie stabilisiert werden.

    © 2013 – ECV – Lexikon der Pharmatechnologie

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