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    Molybdäninselbildung
    Foto: Foto: Toon Lambrechts / Unsplash
    Lexikon Pharmatechnologie

    Molybdäninselbildung

    Kurzw.: Mo-Insel. Beim Verschweißen (Schweißen) von Bauteilen aus austenitischen Edelstahllegierungen mit höheren Mo-Gehalten (etwa 1.4539, 1.4529,
    Veröffentlicht
    01. Januar 2013
    Lesezeit
    1 Minute
    Rubrik
    Lexikon Pharmatechnologie

    Beim Verschweißen (Schweißen) von Bauteilen aus austenitischen Edelstahllegierungen mit höheren Mo-Gehalten (etwa 1.4539, 1.4529, 1.4439, 1.4449 etc.) von ca. 4–5 % können auf der Schweißnahtoberfläche (Schweißnaht) lokale Mo-Inseln entstehen.

    Dieser Effekt beruht auf einer Agglomeration bzw. lokalen Segregation von hochschmelzendem Mo, wobei beim Abkühlen quasi lokale Entmischungen der Legierung in der Schmelze auftreten. Da Mo in elementarer Form in kubisch-raumzentrierter Anordnung und infolge der hohen Schmelztemperatur weit vor der austenitischen Legierung kristallisiert, tritt aus Gründen der stark unterschiedlichen Wärmeschrumpfungseffekte das Problem lokaler Rissbildung an der Phasengrenze der Mo-Insel zur austenitischen Matrix der Legierung auf.

    Neben dem Rissbildungsproblem ist zusätzlich eine lokale Entmischung des Mischkristalls bzw. eine Verarmung der Legierungsumgebung (Gitterstruktur bzw. Metallgitter) an Mo aus korrosionstechnischer (Korrosion) Sicht zu beachten.

    Um diese lokalen Entmischungsphänomene in der Schweißnaht sicher zu vermeiden, sind schweiß- und schutzgastechnische Maßnahmen zu treffen (etwa H2-Beimengung im Schweißgas). Durch Beimengung von H2 zum Schweißgas erreicht man merklich höhere Schweißbadtemperaturen, wodurch das Problem vermieden werden kann.

    © 2013 – ECV – Lexikon der Pharmatechnologie

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