Autoren Rainer Hillebrand, Leiter Produktgruppe Remote I/O Systeme, Pepperl+Fuchs Terry McCarthy, Alleinvertreter für Pepperl+Fuchs in Irland, Insteco
GlaxoSmithKline (GSK) in Cork, Irland, ist ein global aufgestelltes Pharmaunternehmen. Im Mittelpunkt der Aktivitäten von GSK stehen Entwicklung, Produktion und Vermarktung pharmazeutischer Produkte. Um seine zertifizierten Produktionsprozesse mit einem Höchstmaß an Qualität und Zuverlässigkeit auszustatten, setzt GSK auf hoch entwickelte Technologien zur Prozesssteuerung. Dabei beruhen zahlreiche Anwendungen im Bereich der Prozessautomation auf dem System Delta V von Emerson in Verbindung mit Pepperl+Fuchs Remote I/O.
Don Brady gehört zum Engineering-Team am GSK Produktionsstandort Cork, der von Emmet Martin geleitet wird. Er war für das Glovebox-Projekt des Unternehmens zuständig und suchte nach einer Lösung, die den laufenden Produktionsprozess mit einem Höchstmaß an Flexibilität und einfacher Handhabung ausstatten sollte. Seine Idee war die Entwicklung einer vollständig mobilen Ausrüstung zur Prozesssteuerung, die eine kostengünstige Installation mit einem schnellen Standortwechsel verbindet und dabei allen Sicherheitsanforderungen genügt, wie sie typisch für die Pharmaindustrie sind.
Die Hauptaufgabe des Systems besteht in der Überwachung und Steuerung von drei identischen mobilen Einheiten, die je nach Bedarf bei insgesamt acht Prozessbehältern eingesetzt werden. Dafür wurde jede, intern als Glovebox bezeichnete Einheit mit einem kleinen Remote-I/O-Modul von Pepperl+Fuchs ausgestattet, das mit den erforderlichen Feldinstrumenten verkabelt wurde. Nach Platzierung der einzelnen Einheiten, muss die Remote I/O lediglich über einen optischen Profibus-Koppler mit der Profibus-Infrastruktur verbunden werden, um die Kommunikation mit der Standard-Delta-V-I/O herzustellen. Jeder der Behälter ist mit einem analogen Ausgang ausgestattet, der direkt mit den entsprechenden Anschlüssen der Delta-V-Prozesssteuerung verbunden ist. Dadurch ist es möglich, zu erkennen, welche Einheit mit welchem Behälter verbunden ist, um automatisch die entsprechenden Benutzerschnittstellen und Grafiken wiederzugeben.
Die neue Glovebox-Lösung resultierte in einem vielseitig skalierbaren und flexiblen System zur Prozessautomation, das perfekt zu den Prozessen am GSK-Produktionsstandort Cork passte. Das System bot einen zeitsparenden Weg, um den Standort der Ausrüstung zur Prozesssteuerung jederzeit verändern zu können und somit das Automationssystem problemlos an veränderte Prozessbedingungen anzupassen.
Ein weiterer Vorteil war die automatische Anpassung der Benutzerschnittstelle an die veränderte Konfiguration des Systems. Sämtliche Grafiken und Referenzen für die mobile Einheit werden bei Nichtbenutzung automatisch ausgeblendet und tauchen auch automatisch wieder auf, sobald eine neue Konfiguration eingerichtet ist. Das heißt, eine Veränderung des Hardware-Standorts erfordert keinerlei Veränderungen am System. Außerdem kann es zu keinen I/O-Fehlern kommen, da die Lösung mit der Intelligenz ausgestattet ist, jede angeschlossene Einheit automatisch zu erkennen.



