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    Metallbearbeitung
    Foto: Foto: CDC / Unsplash
    Lexikon Pharmatechnologie

    Metallbearbeitung

    Sammelbegriff für die verschiedenen Formgebungstechniken nach DIN 8580 zur technischen Herstellung von Bauteilen aus Metallen oder Legierungen nach
    Veröffentlicht
    01. Januar 2013
    Lesezeit
    1 Minute
    Rubrik
    Lexikon Pharmatechnologie
    • Urformen: Herstellen von Werkstücken aus formlosem Stoff (Beispiel: Gießen, Sintern),
    • Umformen oder spanlose Formgebung: Herstellen von Werkstücken (Halbzeugen) in Warm- oder Kaltumformverfahren aus festen Rohteilen durch bleibende Formänderung (Beispiele: Ziehen, Schmieden, Eindrücken, Walzen, Strangpressen, Falten, Tiefziehen, Sicken, Bördeln, Richten, Biegen),
    • Trennen oder spanabhebende Formgebung: Veränderung der Form eines Werkstücks durch die Aufhebung des Werkstoffzusammenhalts an der Bearbeitungsstelle. Trennverfahren werden untergliedert in zerteilende, spanabhebende und abtragende Verfahren. (Beispiele: Sägen, Feilen, Stoßen, Drehen, Elektroerodieren, Fräsen, Bohren, Läppen, Hobeln, Honen, Räumen, Schleifen, thermisches Trennen, Reiben, Scheren, Schneiden, chemisches Beizen, elektrochemisches Polieren etc.),
    • Fügen: Verbinden mehrerer Werkstücke geometrisch bestimmter fester Form oder von solchen Werkstücken mit formlosem Stoff. Man unterscheidet zwischen lösbaren Verbindungen und unlösbaren Verbindungen (Beispiele: Zusammensetzen, Füllen, Verschrauben, Schweißen, Löten, Kleben),
    • Beschichten: Aufbringen einer fest haftenden Schicht aus formlosem Stoff an ein Werkstück (Beispiele: Lackieren, Galvanisieren, Pulverbeschichten, Feuerverzinken),
    • Stoffeigenschaften ändern: Verändern der Eigenschaften eines Werkstoffes, aus dem ein Werkstück besteht. (Beispiele: Härten, Recken, Glühen, Stauchen, chemisches Beizen, Passivierung, Derougen (Rouging), elektrochemisches Polieren).

    Alle Verfahren der Metallbearbeitung sind durch entsprechende technische Parameter definiert und müssen zur gezielten Bauteilherstellung in einem Arbeitsablaufplan exakt definiert werden, wobei meist von entsprechenden Halbzeugen, wie Blechen, Platten, Rohren, Profilen, Gussrohlingen etc. ausgegangen wird.

    Die Prozesse der Metallbearbeitung erfolgen mittels entsprechender technischer Werkzeuge und Maschinen, die für die jeweiligen Operationen entwickelt worden sind.

    Die verschiedenen Arbeitsprozesse verändern i. Allg. nicht nur die geometrische Form des Bauteils, sondern vor allem auch die Topographie, Morphologie und das Energieniveau der bearbeiteten Oberfläche bzw. Tiefenschichten der Oberfläche, wobei diese Veränderungen oft auch (unbeabsichtigt) eine oder mehrere Eigenschaftsverschlechterungen (mechanische Festigkeit, Korrosionsverhalten (Korrosion) etc.) verursachen. Aus diesem Grund ist es unbedingt notwendig, für Arbeiten an sensiblen Apparaten nur mit entsprechendem Erfahrungsreichtum und Übersicht ausgestattete Fachkräfte beizuziehen und alle Operationen nach exaktem Plan auszuführen / zu kontrollieren und v. a. nachvollziehbar zu dokumentieren (Dokumentation).

    © 2013 – ECV – Lexikon der Pharmatechnologie

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