Mittelfristig strebt Merck ein jährliches organisches Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich an. Außerdem bestätigt Merck seine Prognose für das Geschäftsjahr 2025. „Wir setzen klar auf Wachstum und sind durch das Zusammenspiel von organischen Investitionen und gezielten Übernahmen von Unternehmen mit wegweisenden Lösungen bestens in attraktiven Märkten positioniert. Mit unserer leistungsstarken Organisation und unserer Umsetzungsstärke werden unsere starken Wachstumstreiber und Cashflow-generierenden Geschäfte auf Jahre hinweg nachhaltig Wert schaffen“, sagte Belén Garijo, Vorsitzende der Geschäftsleitung von Merck. Belen Garijo wird die im Mai 2026 das Ruder an Kai Beckmann übergeben, den aktuellen Chef der Elektroniksparte.
Transformation der Unternehmensbereiche wird gezielt vorangetrieben
Merck treibt die Transformation seiner Unternehmensbereiche gezielt voran, um nachhaltiges Wachstum zu sichern. Im Bereich Life Science beschleunigen strategische Akquisitionen wie Mirus Bio, HUB Organoids und das Chromatographie-Geschäft von JSR Life Sciences die Entwicklung. Letztere stärkt insbesondere die Expertise in der Aufreinigung monoklonaler Antikörper und therapeutischer Proteine – essenziell für die Behandlung von Krebs, Autoimmun- und Infektionskrankheiten. Ab Januar 2026 wird Life Science in drei kundenorientierte Geschäftseinheiten gegliedert: Process Solutions für biopharmazeutische Herstellprozesse, Advanced Solutions für spezialisierte Produkte und Services mit intensivem Kundenkontakt sowie Discovery Solutions mit einer digitalen Plattform für Katalogprodukte. Ziel ist ein organisches Umsatzwachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich, getragen vor allem von Process Solutions.
Im Bereich Healthcare richtet Merck seine Strategie auf personalisierte Medizin und seltene Erkrankungen aus. Mit der Übernahme von Springworks Therapeutics wurde das Portfolio um Ogsiveo (Desmoidtumoren) und Ezmekly (plexiforme Neurofibrome) erweitert. Hinzu kommt Pimicotinib zur Behandlung von TGCT. Diese Innovationen stärken die mittelfristige Wachstumsprognose, die nun bei einem jährlichen organischen Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich liegt. Weitere Stabilität liefern die etablierten Einheiten für Herz-Kreislauf, Stoffwechsel, Endokrinologie und Fertilität. Die Bereiche Onkologie sowie Neurologie & Immunologie setzen auf Lifecycle-Management und gezielte Pipeline-Erweiterung.
Electronics fokussiert sich vollständig auf die Elektronikindustrie. Wachstumstreiber ist Semiconductor Materials, unterstützt durch die Nachfrage nach KI und Heterogener Integration. Die Akquisition von Unity-SC erweitert das Portfolio um Metrologielösungen, die für die Optronics-Einheit zentral sind. Surface Solutions wurde veräußert, Delivery Systems & Services soll ab 2026 wieder wachsen.




