Ob Patente, Marketingmaterialien, Informationen für Zulassungsbehörden oder Einträge in Pharmakovigilanz-Datenbanken – das Volumen, mit dem Übersetzer in der Pharmaindustrie zu kämpfen haben, ist enorm. Durch die Optimierung dieses Arbeitsschrittes mithilfe von KI können Unternehmen Kosten einsparen und ihre Spezialisten freistellen, um den Übersetzungen nur noch einen Feinschliff zu verpassen. Die Hauptlast der Aufgabe trägt das maschinelle Übersetzungsprogramm.
Die unglaublichen Mengen an Übersetzungen können die Prozesse von Pharmaunternehmen extrem verlangsamen. Das Übersetzungsvolumen, das beispielsweise schon für ein einzelnes Medikament benötigt wird, kann leicht in die Millionen von Dokumenten gehen, die in Dutzende von Sprachen übersetzt werden müssen. Dies kann nicht mehr alleine von menschlichen Übersetzern bewerkstelligt werden, da es Jahre dauern würde, bis sie damit fertig wären. Maschinelle Übersetzung mit KI. wie die von Tilde, kann den Prozess erheblich beschleunigen. Tatsächlich kann eine Maschine diese Aufgabe quasi sofort erledigen.
Darüber hinaus bedürfen diese Übersetzungen der größtmöglichen Genauigkeit. Eine Übersetzung darf einen Text nicht verfälschen. Es dürfen keine Alternativvorschläge gegeben oder vorhandene Worte durch Synonyme ersetzt werden. Selbst ein einziges falsches oder modifiziertes Wort kann erhebliche Komplikationen verursachen. Wenn beispielsweise die Angaben in einer Packungsbeilage zur Dosierung eines Arzneimittels nicht genau übersetzt werden, kann dies für Patienten schwerwiegende Folgen haben – z. B. wenn es sich um die Ersetzung von „Teelöffel” durch „Esslöffel“ handelt.
Des Weiteren müssen Dokumente auch für die jeweiligen Zielmärkte lokalisiert werden, nicht zuletzt damit Kunden – Ärzte, die Medikamente verschreiben, Apotheker, die sie verkaufen, und Patienten, die sie nehmen – sie lesen können.
Übersetzung von Markt zu Markt unterschiedlich
Eine weitere Herausforderung im globalen Markt besteht darin, die Vielzahl von Regularien einzuhalten, die von den verschiedenen Behörden auf den jeweiligen Zielmärkten – beispielsweise der Food and Drug Administration in den USA oder der Europäischen Arzneimittel-Agentur – erlassen werden. Unternehmen sind verpflichtet, die Übersetzungen von Patenten, Testergebnissen, Marketingmaterialien usw. diesen Behörden vorzulegen.
Fast alle Unterlagen, die in der Pharmaindustrie übersetzt werden, sind hochvertraulich. Kollegen teilen diese Dokumente oft über E-Mail oder in Chats. Wenn sie jedoch keine sichere Übersetzungsoption zur Verfügung haben – entweder durch eine intern genutzte Übersetzungsplattform oder ein Plug-in direkt in den kollaborativen Tools – werden die Mitarbeiter eines Unternehmens häufig Online-Übersetzungsdienste nutzen, um Inhalte zu übersetzen. Dabei kann es passieren, dass vertrauliche Informationen öffentlich werden und der Firma dadurch erheblicher Schaden entsteht.




