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    Martensit
    Foto: Foto: niculcea florin / Unsplash
    Lexikon Pharmatechnologie

    Martensit

    Siehe auch: Kristallgitter, Metallgitter, Kristall. Gefügeordnungsstruktur bei ferritischen (Ferrit) Metallen bzw. Legierungen, die in der Regel bei
    Veröffentlicht
    01. Januar 2013
    Lesezeit
    1 Minute
    Rubrik
    Lexikon Pharmatechnologie

    Gefügeordnungsstruktur bei ferritischen (Ferrit) Metallen bzw. Legierungen, die in der Regel bei Härtegefügen auftritt. Die martensitische Gefügeausbildung ist ein temperaturverlaufsabhängiger Umklappvorgang des Metallgitters (Metallbindung) analog der mechanischen Zwillingsbildung, wobei Martensit eine tetragonale Gitterstruktur aufweist, die sich formal durch Raumverzerrung von kubisch-raumzentrierten, also von Ferritgefügen herleiten lässt und gegenüber den kubischen Ordnungssystemen eine deutlich erhöhte Lösefähigkeit für Kohlenstoff aufweist.

    Die (teil-)martensitische Gefügeausbildung kann nicht nur gezielt nach thermischer Behandlung (Glühen und Abschrecken) vom Gamma-Mischkristall des kubisch-flächenzentrierten (kfz) Gitters aus erfolgen, sondern etwa auch durch die mechanische Bearbeitung (mechanisches Schleifen) einer austenitischen Edelstahllegierung vom kfz Gitter aus als Verformungsmartensit.

    Grundsätzlich führt die Martensitbildung zu einer strukturellen Gefügeverspannung, weshalb harte Werkstoffe i. Allg. auch eine entsprechende Sprödigkeit aufweisen und eine nur geringe plastische Verformungsfähigkeit zeigen.

    Fallweise erklärt sich durch lokale Martensitbildungen beim Schweißen auch die Entstehung von typischen struktur- und temperaturbedingten Schleifrissen infolge mechanischer Spannungen aus lokalen Wärmedehnungen.

    © 2013 – ECV – Lexikon der Pharmatechnologie

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