Formelzeichen: UL,d = Upit = Epit, Einheit: mV.
Siehe auch: Aktiver Bereich, Pitting Resistance Equivalent, Wirksumme, Critical Pitting Temperature, Critical Crevice Corrosion Temperature.
Elektrische Spannung in einer Stromdichtepotenzialkurve unter Verwendung eines chloridhaltigen Elektrolyten, bei der die (lokale) Oberflächenauflösung eines Metalls beginnt, d. h. die Oberfläche lokal ihre Passivität (Passivschicht) verliert.
Lochfraßkorrosion ist eine örtlich begrenzte Korrosion, die meist durch Chloridionen hervorgerufen wird und die bei austenitischen Edelstahllegierungen in der Regel im Passivzustand auftritt, wobei außerhalb der Lochfraßstellen kein Metallabtrag und somit in der Stromdichtepotenzialkurve auch kein gleichmäßiger (nennenswerter) Stoffumsatz erkannt wird.
Trotzdem kann das lokal auftretende Lochfraßdurchbruchspotenzial (vom flächig wirkenden transpassiven Durchschlagspotenzial zu unterscheiden) anhand einer potentiodynamischen Elektrolyse in einem chloridhaltigen Elektrolyten (z. B. 1-n NaCl-Lösung als wässrige Lösung) z. B. für eine Blechprobe aus 1.4404 ermittelt werden.
Das Eintreten von lokalem Lochfraß wird in der Stromdichtepotenzialkurve im Passivbereich in Form typischer Lochfraßpotenzialspitzen erkannt, die stets bei niedrigeren Potenzialen als der transpassive Durchbruch liegen. Wird das Potenzial nach Eintreten des Lochfraßeffektes wieder (deutlich) abgesenkt, können diese Lochfraßstellen wieder spontan repassivieren (Repassivierung).
In diesem Sinne lassen sich für Lochfraßpotenziale im Passivbereich drei typische kritische Lochfraßpotenziale unterscheiden:
