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    Kostengesichtspunkte
    Foto: Foto: East Riding Archives / Unsplash
    Lexikon Pharmatechnologie

    Kostengesichtspunkte

    Siehe auch: Anlage. Untersuchung von Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten bei Anlageninvestitionen im Pharmaanlagenbau haben gezeigt, dass es bei allem
    Veröffentlicht
    01. Januar 2013
    Lesezeit
    1 Minute
    Rubrik
    Lexikon Pharmatechnologie

    Untersuchung von Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten bei Anlageninvestitionen im Pharmaanlagenbau haben gezeigt, dass es bei allem Verständnis für das Nutzerinteresse, die Anlageninvestitionskosten zu minimieren, aus fachlicher Sicht kaum sinnvoll zu sein scheint, dies um den Preis extrem erhöhter Korrosionsgefahr (Korrosion) bzw. eines möglichen temporären Produktionsausfalls zu erreichen.

    Nachhaltige Schadensprobleme sind in der Praxis meist in der Ursache von Fehlerkombinationen in der Planung und beim Bau der Anlagen zu erkennen:

    • Materiallegierung an der Beständigkeitsgrenze in speziellen Anwendungsbereichen / bei speziellen Chemikalienbelastungen,
    • Bearbeitungsschwächen bzw. Werkstoffschädigungen durch mechanische / schweißtechnische Bearbeitungen in lokalen Bereichen der Apparate,
    • unzulässige Einsparungen bei finalen Oberflächenbehandlungen / -konditionierungen der Anlagen und Apparate,
    • erhebliche Abweichungen der tatsächlichen Betriebsparameter im Vergleich zum ursprünglichen Anforderungsprofil der Apparate,
    • Verzicht auf sachgerechte Wartungs- und temporäre Sanierungsmaßnahmen betreffend der medienberührten Anlagenbereiche.

    Veränderungen (Verbesserungen) durch die Wahl höherwertiger austenitischer Edelstahllegierungen für einen Apparat erhöhen zwar den Materialkostenanteil der Komponente – allerdings sind dann in der Regel die Fertigungs- bzw. Bearbeitungskosten eher unabhängig von Werkstoff A oder Werkstoff B, sodass die Gesamtkostensteigerung des Bauteils nur durch den Teil der effektiven Werkstoffmehrkosten verursacht wird und dadurch oft wesentliche Qualitätssteigerungen / Produktionssicherheiten durch relativ minimale Mehrkosten zu erreichen sind.

    In diesem Zusammenhang sind Vergleiche kompletter Alternativangebote für verschiedene Werkstoffausführungen der Apparate dringend zu empfehlen. Weiterhin sollten neben den reinen Investitionskosten auch die Betriebs- und Sanierungskosten der ersten 50 Betriebsmonate in die Kosten-Nutzen-Analyse einfließen.

    © 2013 – ECV – Lexikon der Pharmatechnologie

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