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    Korrosion
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    Lexikon Pharmatechnologie

    Korrosion

    Siehe auch: Korrosionsformen, Korrosionseintritt, Korrosionshemmung, Korrosionsvermeidung. Die i. Allg. von der Oberfläche ausgehende unerwünschte
    Veröffentlicht
    01. Januar 2013
    Lesezeit
    2 Minuten
    Rubrik
    Lexikon Pharmatechnologie

    Die i. Allg. von der Oberfläche ausgehende unerwünschte (fallweise irreversible) Veränderung eines Werkstoffs bzw. Bauteils durch chemische oder elektrochemische (Elektrolyse) Reaktion mit der Umgebung. In allen Fällen handelt es sich bei der Korrosion um Grenzflächenreaktionen. Die Korrosion beruht immer darauf, dass die meisten Metalle und Legierungen gegenüber dem sie umgebenden bzw. berührenden Medium thermodynamisch nicht unbeschränkt stabil sind und so unter bestimmten (Korrosions-) Bedingungen Reaktionen mit dem umgebenden Medium eingehen.

    Die technische Bedeutung der Korrosion liegt darin, dass der Korrosionswiderstand in vielen Fällen die Lebensdauer eines Werkstückes bestimmt oder aber durch Korrosionsprodukte die berührenden Medien unzulässig kontaminiert werden.

    Ein Beispiel für die chemische Reaktion ist die Korrosion einer Edelstahloberfläche in heißem Gas (etwa O2), die als Verzunderung (Zunder) bezeichnet wird und die unter Bildung entsprechender Additionsverbindungen (z. B. Eisenoxide) abläuft.

    Auf vorwiegend elektrochemischen Vorgängen beruht die Korrosion in wässrigen Lösungen, wobei durch Potenzialunterschiede (elektrochemische Spannungsreihe) zwischen verschiedenen Stellen der Metalloberfläche kathodische und anodische Reaktionen ablaufen und entsprechend nachhaltige (lokale) Metallschädigungen verursachen können.

    Abb. K 13: Darstellung der Korrosionsmechanismen bei austenitischen Edelstahllegierungen. (Quelle: G. Henkel)

    Grundsätzlich wird bei jeder Form der Korrosion, z. B. bei austenitischen Edelstahllegierungen, die Passivschicht lokal oder flächig zerstört. Speziell bei austenitischen Edelstahllegierungen ist neben der Rougingbildung (Rouging) als flächige Korrosion v. a. die Erscheinung der diversen Lokalkorrosionen (Lochfraßkorrosion, Spannungsrisskorrosion etc.) von vornehmlicher Bedeutung. Beim Auftreten von Lokalkorrosionen wie z. B. der Lochfraßkorrosion ist es typisch, dass die Passivschicht der Edelstahloberfläche in der Umgebung der Defektstelle(n) völlig intakt ist (bleibt).

    Bei Polymerwerkstoffen sind Korrosionsvorgänge ähnlich denen bei Metallen oder Metalllegierungen infolge elektrochemischer (Lokal-)Prozesse nicht bekannt (siehe aber Spannungskorrosion). Es gibt jedoch eine Reihe anderer Versagensformen, die die Lebensdauer dieser Bauteile in der Praxis fallweise erheblich begrenzen: Verspröden, Quellung, Alterung, thermische Veränderung, chemischer Angriff, Kaltfluss (Kaltfließen) oder Kriechen unter mechanischer Spannung etc.

    © 2013 – ECV – Lexikon der Pharmatechnologie

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