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    Kohäsionsenergiedichte
    Foto: Foto: Waldemar Brandt / Unsplash
    Lexikon Pharmatechnologie

    Kohäsionsenergiedichte

    Siehe auch: Kohäsion. Formelzeichen: C, Einheit: cal½ x cm-3/2. Maß für den zwischenmolekularen Zusammenhalt von Stoffen wie z. B. Lösungsmittel- und
    Veröffentlicht
    01. Januar 2013
    Lesezeit
    2 Minuten
    Rubrik
    Lexikon Pharmatechnologie

    Formelzeichen: C, Einheit: cal½ x cm-3/2.

    Maß für den zwischenmolekularen Zusammenhalt von Stoffen wie z. B. Lösungsmittel- und Polymermoleküle. Die Kohäsionsenergiedichte wird über die Formel C = ΔUν/V berechnet, wobei ΔUν die molare innere Verdampfungsenergie bei konstantem Volumen und V das Molvolumen der Lösung ist. ΔUν entspricht der Energie, die nötig ist, um Moleküle aus dem engen Verband in der Flüssigkeit herauszulösen und sie in die Gasphase zu überführen. Da Polymerwerkstoffe nicht verdampft werden können (vorher Zerstörung durch Überhitzung), kann die Kohäsionsenergiedichte dieser Stoffe nur über den Umweg der sie lösenden organischen Lösungsmittel (durch Vergleich) ermittelt werden.

    Mithilfe der Kohäsionsenergiedichte können die bei Polymerwerkstoffen bekannten Phänomene wie Einfrierbereich, Glasbereich, das meist spröde Verhalten (Sprödigkeit) bei tiefen Temperaturen und das viskose bzw. viskoelastische Verhalten (Viskosität) bei erhöhter Temperatur thermodynamisch erklärt werden. Dabei muss man eine für die Entropieelastizität wesentliche Voraussetzung einschränken, nämlich, dass die Hauptvalenzbindungen (Chemische Bindungen) der Makromoleküle unbehindert um Nachbarvalenzen rotieren können. In Wirklichkeit bestehen neben den Hauptvalenzkräften zwischen benachbarten Gruppen derselben oder verschiedener Moleküle Kohäsionskräfte (Van-der-Waals-Kräfte oder Coulomb-Kräfte), die eine freie Rotation der Molekülsegmente behindern. Nur wenn die mittlere Wärmeenergie der Kettengruppen vergleichbar ist mit dieser Kohäsionsenergie, kann man eine ungehinderte Rotation voraussetzen. Ist die mittlere Wärmeenergie kleiner – und das wird bei tieferen Temperaturen wahrscheinlich, so wird die Rotation erheblich eingeschränkt.

    Die Kohäsionsenergiedichte steht in engem Zusammenhang mit der Wechselwirkungsenergie eines Stoffes und dient auch zur Beurteilung der Löslichkeit eines Stoffes (Kunststoffes). Die physikalisch-mathematische Bestimmung geht davon aus, dass die Wechselwirkungsenergien zweier verschiedener Stoffe dem geometrischen Mittel der Grundstoffe entsprechen, während sich die Mischungswärmen aus dem arithmetischen Mittel der beiden spezifischen Stoffwerte ergeben. Die Differenz der Mittelwerte bestimmt die Ähnlichkeit der Stoffe und erlaubt somit eine Aussage zur Löslichkeit der Stoffe.

    Pharma
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    Löslichkeit ist erfahrungsgemäß bei einem Quotienten der jeweiligen Kohäsionsenergiedichten von Kunststoff zu Lösungsmittel < 1,2 gegeben.

    © 2013 – ECV – Lexikon der Pharmatechnologie