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    Interkristalline Korrosion
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    Lexikon Pharmatechnologie

    Interkristalline Korrosion

    Abk.: IK. Auch: (lokaler) Kornzerfall. Abb. I 2: Beschreibung der interkristallinen Korrosion und der Wirkung auf die betroffene Edelstahloberfläche.
    Veröffentlicht
    01. Januar 2013
    Lesezeit
    1 Minute
    Rubrik
    Lexikon Pharmatechnologie

    Auch: (lokaler) Kornzerfall.

    Abb. I 2: Beschreibung der interkristallinen Korrosion und der Wirkung auf die betroffene Edelstahloberfläche. (Quelle: G. Henkel)

    Lokale Korrosion in oder neben den Korngrenzen eines Metalls oder einer Legierung (DIN EN ISO 8044 : 1999).

    Die interkristalline Korrosion entsteht, wenn der Gefügeaufbau (lokal) inhomogen, also nicht einheitlich ist. Sinkt z. B. durch Chromcarbidbildung (lokale Sensibilisierung) der Chromgehalt (Chromverarmung) einer nichtrostenden austenitischen Edelstahllegierung (lokal) unter die Resistenzgrenze von 12 %, so liegt (lokal) ein zweites Gefüge vor; bei entsprechendem chemischem Angriff von außen kommt es zur interkristallinen Korrosion (Kornzerfall, Werkstoff bzw. Metallauflösung) entlang der Korngrenzen des Mischkristalls.

    Abb. I 3: Interkristalline Korrosion in einem nicht-stabilisierten austenitischen CrNi-Stahl durch die Bildung von Chromcarbiden, die sich bevorzugt an den Korngrenzen im Temperaturbereich zwischen 450 °C und 850 °C ausscheiden. Der chemische Angriff ist ausschließlich auf die Korngrenzenbereiche beschränkt. (Quelle: G. Schulze et al.: Schweißtechnik, 2. Aufl. VDI-Verlag, 1996)

    (Bei der Spannungsrisskorrosion kennt man eine interkristalline und eine transkristalline Ausbildung. Die interkristalline Ausbildungsvariante der Spannungsrisskorrosion hat nichts mit der interkristallinen Korrosion zu tun und unterliegt einem völlig anderen Bildungsmechanismus.)

    Die IK ist speziell bei überkohlten und nicht stabilisierten austenitischen Edelstahllegierungen, wie 1.4301, 1.4401, 1.4436 etc., zu beachten. Bei den stabilisierten Legierungen wie 1.4541, 1.4571 oder den Low-Carbon-Legierungen 1.4306, 1.4404, 1.4435, 1.4539 etc. ist die IK eher von untergeordneter Bedeutung, sofern Behandlungsfehler an den Bauteilen vermieden werden.

    © 2013 – ECV – Lexikon der Pharmatechnologie

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