Das automatisierte Bündeln von Augentropfenampullen in 4er- oder 5er-Streifen und das anschließende Kartonieren ist kein einfaches Anwenderprojekt. Die Verpackungsspezialisten von Multivac haben diese Herausforderung Schritt für Schritt gemeistert. Das Ergebnis ihrer Arbeit ist eine Lösung, mit der die Ampullen unter Zugabe eines Beipackzettels effizient und vollautomatisch in Faltschachteln verpackt werden können.
Die Anforderungen an das Projekt waren diffizil: Im Zentrum stand die Entwicklung einer automatisierten Lösung, die in verschiedenen Ausbaustufen mit steigenden Produktionskapazitäten mitwächst. Gleichzeitig sollte das Verpackungsdesign optimiert und die Haltbarkeit der Produkte verlängert werden. Die Ampullen sollten sich dabei entweder in einer Umverpackung aus Karton bzw. einer Faltschachtel oder in einer Tiefziehverpackung aus Aluminiumverbund und dann in einer Faltschachtel verpacken lassen. Als Kennzeichnungsvariante sollte die Möglichkeit zur Inline-Etikettierung berücksichtigt werden – ebenso wie eine weitere Ausbaustufe, die das Abpacken von Lagerware in Plastikboxen ermöglicht.
In der ersten Umsetzungsphase konzentrierten sich die Verpackungsspezialisten zunächst auf Systeme für die Zuführung, Ausrichtung und Vereinzelung der Produkte sowie zur Beladung der Faltschachteln. Am intensivsten beschäftigte die Experten neben dem limitierten Platzangebot die Tatsache, dass der Abfüllprozess für Augentropfen ein kontinuierlicher Prozess ist, der möglichst nicht unterbrochen werden soll. Daher haben sie eine Pufferfunktion eingeplant.
In einem zweiten Schritt wurde schließlich die bestehende Verpackungslösung um die im initialen Linienkonzept geplante Tiefziehverpackungsmaschine R 245 ergänzt: Sie ermöglicht das Verpacken der Ampullen in Aluminiumverbundpackungen.
Die zuverlässige Prüfung
Die Ampullen werden mittels Blow-Fill-Seal-(BFS)-Technologie befüllt und unorientiert über Bänder der Umverpackungslinie zugeführt. Ein Multivac Vision System (MVS), mit dem sich unterschiedliche Detektions- und Inspektionsanwendungen selbst bei hohen Geschwindigkeiten sehr präzise realisieren lassen, erfasst die Orientierung und meldet die Position über die IPC-Steuerung an ein Handhabungsmodul. Dieses platziert die Produkte exakt und orientiert in einem Trägersystem. Bei fehlerhaften Daten werden die Produkte vom Roboter nicht gegriffen und ausgeschleust. Sobald drei fehlerhafte Produkte in Folge identifiziert werden, stoppt die Anlage sofort.
Der zweidimensionale Data-Matrix-Code jeder einzelnen Ampulle wird während des Füllens aufgedruckt und mittels optischer Inspektion auf Richtigkeit und Lesbarkeit überprüft. Auch hierbei werden fehlerhafte Produkte aussortiert und die Anlage bei dreimaliger Fehlermeldung gestoppt.




