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    Ganzheitliches Safety-Konzept
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    Branche & Markt

    Ganzheitliches Safety-Konzept

    Bei Dr. Weigert, Hamburger Entwickler und Hersteller von Reinigungs- und Desinfektionmitteln, wurde der komplette Materialflussprozess, vom Zulauf zum
    Veröffentlicht
    30. Juni 2017
    Lesezeit
    4 Minuten
    Rubrik
    Branche & Markt

    Dirk Böttger, stellvertretender Betriebsleiter bei Dr. Weigert, weiß um das Sicherheitsrisiko bei schnellen, automatisierten Prozessen, wie beispielsweise im Bereich des Folienwicklers und Rolltors. Für ihn ist die Auswahl von verlässlichen Partnern unerlässlich. Damit meint er zum einen Industrieautomation Dirk Hähner, die er für die durchgängige, kompetente Projektbegleitung von der Planung über die Montage bis hin zur Inbetriebnahme lobt. Zum anderen Leuze Electronic, den Hersteller seiner sicherheitstechnischen Schutzeinrichtungen MLD und MLC zur Absicherung von Materialzu- und -abfluss im Bereich des Folienwicklers und Rolltors, die störungsfrei arbeiten und eine hohe Anlagenverfügbarkeit ermöglichen.

    Sicherheitstechnische Anforderungen

    Dr. Weigert mischt nach ausschließlich eigens entwickelten Rezepturen Reinigungs- und Desinfektionsmittel für die professionelle Reinigung und Desinfektion in der Labor- und Medizintechnik, auf dem Großküchensektor sowie in der Pharma-, Kosmetik- und Lebensmittelindustrie. Die chemischen Produkte werden nach dem Mischvorgang unter anderem in Kunststoffkanister unterschiedlicher Volumina und Formen abgefüllt und anschließend von Robotern auf Paletten gestapelt, von denen jeder einzelne seinen eigenen Spitznamen und seine Geschichte hat. So ist ein Roboter beispielsweise nach der holländischen Antje benannt, ein anderer trägt den Namen des ehemaligen HSV-Trainers Huub Stevens. Fahrerlose Transportsysteme fahren die auf Europaletten gestapelten Produkte in den Bereich, in dem vom Folienwickler TOSA 126 E die Umverpackung der Ware erfolgt.

    Der komplette Materialflussprozess, vom Zulauf zum Folienwickler, über dessen Auslauf bis hin zum Passieren des Rolltores auf dem Weg ins Lager, wird mit einem ganzheitlichen, sicheren Systemlösungskonzept von Leuze Electronic gelöst. „Neben der zuverlässigen Qualität seiner Sicherheitstechnik schätzen wir insbesondere die kompetente Beratung, den schnellen Support und die kurzen Wege – deshalb binden wir Safety-Komponenten von Leuze Electronic gerne in unsere Sicherheitskonzepte mit ein“, sagt Dirk Hähner, Managing Director von Industrieautomation Dirk Hähner. Vor allem, wenn es wie hier darum geht, eine kniffelige Aufgabenstellung in einer speziellen Applikation zu lösen, hat Leuze Electronic häufig flexible, pfiffige Lösungen parat, die sich von herkömmlichen Safety-Konzepten abheben. „Wir versprechen unseren Kunden Smart Sensor Business 4.0 – das ist kein Marketingwort oder Werbeslogan, sondern ein von uns Sensor People gelebtes Kundenversprechen“, sagt Frank Bröcker, seit zehn Jahren Sales Manager im Raum Hamburg. Gemeint ist damit, den Kunden eine einfache Handhabbarkeit der von ihnen eingesetzten Produkte zu bieten sowie, basierend auf tiefgreifendem Expertenwissen aus langjähriger Branchenerfahrung, neue, kreative Lösungen gemeinsam mit dem Kunden zu entwickeln, die speziell zu seiner Anforderung passen.

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    Absicherung des Rolltores

    Mit der Inbetriebnahme des Folienwicklers von TOSA wurde gleichzeitig auch das Rolltor am Auslauf des Materialflusses in Richtung Lager durch ein neues ersetzt. Das bisherige Tor war noch durch keinerlei Sicherheitstechnik abgesichert. Neuerungen in der Maschinenrichtlinie schreiben eine sicherheitstechnische Überwachung mittlerweile aber zwingend vor. „Nicht ganz einfach, die Rolltorabsicherung, denn ein Muting mit Sensoren war aus Platzgründen kaum machbar – und ohne schlüssiges ganzheitliches Sicherheitskonzept hätten wir den Auftrag nicht bekommen“, sagt Dirk Hähner. Eine kronkrete sicherheitstechnische Anforderung war es, dass der Materialtransport künftig sicher in den gegen unbefugten Zutritt abgesicherten Gefahrenbereich hinein und auch wieder aus diesem hinaus erfolgen würde. Aufgrund des nicht vorhandenen Platzes im Bereich des Rolltors wurde eine platzsparende Safety-Lösung gesucht, die die Annäherung der umwickelten Europalette auf dem Förderband erkennt, das Schutzfeld temporär überbrückt und so eine störungsfreie Durchfahrt des Transportguts gewährleistet. Wichtig hierbei war jedoch, dass das Schutzfeld nur bei Annäherung des Transportguts überbrückt wird – der Zugang von Personen jedoch verhindert wird. Bislang waren für die Erkennung des Transportguts – und damit auch zur Unterscheidung von Personen – zusätzliche Sensoren erforderlich.

    Prozessgesteuerte Zugangssicherung

    Dirk Hähner setzte auf Smart Process Gating, das sensorlose Mutingverfahren von Leuze Electronic, und überzeugte. Hierbei handelt es sich um ein neues, von Leuze Electronic entwickeltes Muting-Verfahren, das bei der Absicherung von Gefahrenbereichen, die gegen unbefugten Zutritt gesichert werden müssen, ohne zusätzliche Muting-Sensoren auskommt. Das Verfahren basiert auf Typ-4-Sicherheits-Lichtvorhängen der Baureihe MLC und ist in die Variante MLC 530 SPG integriert. Die Integration einer SPG-Anwendung in eine Anlage ist sicherheitstechnisch als Systemlösung zu betrachten. Diese entsteht im Zusammenspiel von Sicherheitslichtvorhang, Anlagensteuerung und gegebenenfalls mechanischen Elementen. „Hierzu benötigt der Anlagenbauer Kompetenz und Erfahrung im Safety-Design sowie Kenntnisse der entsprechenden sicherheitsrelevanten, internationalen Normen“, sagt Dirk Hähner, Inhaber und Geschäftsführer bei Industrieautomation Dirk Hähner. „So muss beispielsweise die Gating-Sequenz in der SPS programmiert und die Sicherheitssystemlösung selbst erstellt werden.“

    Sehr zufrieden über die Entscheidung zugunsten der Smart-Process-Gating-Anwendung äußert sich Dirk Böttger, stellvertretender Betriebsleiter bei Dr. Weigert: „Die Paletten werden störungssicher transportiert – auch unterbrochene Paletten mit Spalt zwischen der Ladung. Die Sicherheitseinrichtung arbeitet sehr zuverlässig. Installations- und Serviceaufwand halten sich sehr in Grenzen, da eben durch den Wegfall zusätzlicher Muting-Sensoren auch deren Aufbau und Justage entfallen“. Insgesamt kann die Anlage somit sehr kompakt und platzsparend ausgelegt werden, da vor/hinter dem Lichtvorhang kein Platz für Muting-Sensoren vorgesehen werden muss. Das Betriebspersonal wird geschützt, ebenso das Risiko von Manipulation reduziert. Und ganz wichtig im Vergleich zur Vergangenheit: Die Spezifikation der Sicherheitslichtvorhänge MLC 530 SPG ist entsprechend den sicherheitsrelevanten internationalen Normen ausgelegt.

    www.prozesstechnik-online.de Suchwort: php0317leuzeelectronic

    Martina Schili

    Corporate Communications,Leuze Electronic

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