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    Formiergas
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    Lexikon Pharmatechnologie

    Formiergas

    Auch: Wurzelschutzgas. Beim Schweißen zum Wurzelschutz eingesetztes inertes Schutzgas. Beim Verschweißen von Rohren und Rohrteilen aus austenitischen
    Veröffentlicht
    01. Januar 2013
    Lesezeit
    1 Minute
    Rubrik
    Lexikon Pharmatechnologie

    Beim Schweißen zum Wurzelschutz eingesetztes inertes Schutzgas.

    Beim Verschweißen von Rohren und Rohrteilen aus austenitischen Edelstahllegierungen werden zum Schutz vor unerwünschten Oxidationen der Decklage, aber vor allem der Schweißwurzel der Schweißnaht spezielle Gasspülungen verwendet.

    Beim Verschweißen von Edelstahlrohren erfolgt der Schweißvorgang mittels Wolfram-Inert-Gas-Schweißverfahren meist von außen mittels Orbitalverfahren (Orbitalschweißen). Falls beim Schweißen im Rohrinneren Luftatmosphäre vorliegt, zeigt sich auf der Innenoberfläche der Rohrverbindung ein stark verbrannter und geometrisch extrem zerklüfteter Schweißnaht-Wurzelbereich mit Anlauffarben in der Hitzeeinflusszone links und rechts der Naht.

    Wird nun der Innenbereich des Rohres vor dem Verschweißen mit einem Schutz- oder Formiergas (etwa Ar, N2 oder Mischungen Ar + N2 + H2 etc.) so beaufschlagt bzw. kontinuierlich gespült, dass der Luftsauerstoff auf < 20 ppm O2 reduziert wird, so zeigt sich nach dem Schweißen eine anlauffarbenfreie, blanke und glatte Schweißnahtwurzel.

    © 2013 – ECV – Lexikon der Pharmatechnologie

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