Eine Entladung kann z. B. durch Berührung mit einem geerdeten Leiter erfolgen. Eine gezielte Entladung ist etwa die Coronaentladung (Elmsfeuer) als typische Spitzenentladung oder Hochspannungsentladung zwischen zwei Elektroden bei einer Wechselspannung von 10–20 kV und einer Frequenz von 10–30 kHz, die geeignet ist, im elektrischen Feld erzeugte reaktive bzw. ionisierte Gase und Elektronenstrahlungen zu Aufspaltungen von Polymermolekülen zu nutzen und dadurch z. B. wesentlich verbesserte Klebebedingungen (Kleben) der Polymeroberflächen herbeizuführen.
Kunststoffe neigen wegen ihres hohen Isoliervermögens bzw. wegen der aufgrund der Hydrophobie (hydrophob) meist fehlenden Feuchtigkeitshaut auf der Oberfläche zur elektrostatischen Aufladung, wodurch v. a. Staub- und Schmutzpartikel angezogen werden. Um diesen Effekt zu vermeiden, werden Polymerwerkstoffen häufig antistatisch wirkende Zusätze beigemischt (Antistatikum), wodurch das Problem der elektrostatischen Aufladung entsprechend entschärft wird.
© 2013 – ECV – Lexikon der Pharmatechnologie
