Bei der Produktion von Medikamenten trifft man an vielen Stellen Bildschirmarbeitsplätze. An diese werden sehr unterschiedliche Anforderungen gestellt. Während in den produktionsnahen Büros noch Standard-PC-Komponenten für Monitor, Tastatur und Maus verwendet werden können, muss bei den Bildschirmarbeitsplätzen in der Fertigungsvorbereitung und den Testlaboren mehr Wert auf gute Reinigbarkeit gelegt werden. In den Produktionsbereichen steigen die Anforderungen und es kommen meist noch chemische Beständigkeit, Temperaturfestigkeit und teilweise der Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen nach den Regeln des jeweiligen Kontinents oder Landes hinzu. Bei der biotechnologischen Herstellung von Wirkstoffen (API) ist der gesamte Produktionsbereich meist als pharmazeutischer Reinraum mit Schleusen und Luftfiltern ausgeführt: Hier stehen vor allem eine sehr gute Reinigbarkeit und die Beständigkeit gegen die verwendeten antibakteriellen Reinigungsmittel für die Ausführung von Monitor, Tastatur und Maus im Vordergrund.
Edelstahl-Arbeitsplatzlösungen
Um all diesen Anforderungen aus den verschiedenen Bereichen der Pharmaproduktion gerecht zu werden, bietet Pepperl+Fuchs mit der Visunet-Geräteserie mehrere Produktlinien als Edelstahl-Arbeitsplatzlösungen an. Diese sind entweder als Remote Monitore oder als Monitore mit integriertem PC verfügbar: die Visunet GXP-Linie für Anwendungen in der Ex-Zone 1 /21, sowie die Visunet GMP-Linie für Reinräume ohne Ex-Schutz-Anforderungen und für die Ex-Zone 2 /22.
Eine OEM-Chassis-Version für den Pharma-Maschinenbau ergänzt das Angebot. In Pharma-Produktionsmaschinen wird oft eine lokale Steuerung eingesetzt. Dann werden Edelstahl-Monitore mit integriertem Industrie-PC gebraucht. Eine Visulisierungsanwendung mit Datenverbindung zur SPS ermöglicht hier die Bedienung der Maschine mit Tastatur und Maus oder Touchscreen.
In den Produktionsteilen, die über ein Prozess- und Produktionsleitsystem gesteuert und überwacht werden, kommen heute üblicherweise netzwerkfähige Remote Monitore mit integriertem Thin Client zum Einsatz. Diese sind mit den oft weit entfernten Leitsystemen außerhalb des Produktionsbereiches über die lokale Netzwerk Infrastruktur verbunden. Das kann neben den üblichen Cat.x- oder Lichtwellenleiter Kabeln (LWL) auch über Wireless LAN und Access Points in der Anlage erfolgen, auch im Ex-Bereich. Da die Visunet-Produktlinie GXP den neuesten Atex- und IECEx-Normen entsprechen, können LWL-Netzwerk-Verbindungen in Zone 1 /21 nun auch ohne die früher notwendige Schutzart [op is] für LWL-Schnittstellen und Switche ausgelegt werden. Das spart Kosten für die Netzwerk Infrastruktur.
Da immer häufiger sowohl ein Prozessleit- als auch ein Produktionsleitsystem in der Anlagenautomatisierung vorhanden sind, kommen vermehrt Doppelmonitor-Arbeitsstationen mit gemeinsamer Tastatur und Maus zum Einsatz. Dafür können platzsparende Montagelösungen mit Edelstahlkomponenten für stationäre- oder verfahrbare Bedienstationen aus dem Visunet-Standard-Baukasten angeboten oder nach Kundenwunsch angefertigt werden. Eine Software-Funktion in der Betriebssoftware RM-Shell der Remote Monitore erlaubt alternativ die schnelle Umschaltung zwischen zwei gleichzeitig über Netzwerk mit dem Monitor verbundenen Host Rechnern an nur einem Monitor, z. B. MES und DCS, mittels einer Tastenkombination.



