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    Dekontaminationsfähigkeit
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    Lexikon Pharmatechnologie

    Dekontaminationsfähigkeit

    Jeder Reinigungsprozess einer funktionellen Oberfläche aus austenitischem Edelstahl oder einem Polymerwerkstoff wird, neben der Art und Menge der
    Veröffentlicht
    01. Januar 2013
    Lesezeit
    1 Minute
    Rubrik
    Lexikon Pharmatechnologie

    Speziell elektrochemisch polierte Edelstahloberflächen zeigen betreffend Topographie, Morphologie und Energieniveau besonders günstige Werte, die die Belegung der Oberfläche behindern bzw. die Dekontamination wesentlich erleichtern oder aber in manchen Fällen überhaupt erst gesichert möglich machen.

    Mechanisch geschliffene Edelstahloberflächen zeigen häufig die Eigenschaft, dass Verunreinigungspartikel in die Tiefe eindringen, sich verankern und von üblichen Reinigungsverfahren nicht entfernt werden können, da diese Oberflächen eine integrale Porösschicht von ca. 1–3 µm Tiefe aufweisen, durch die die Verankerung der Anlagerungsteilchen (Kontamination) in der Tiefe unterstützt wird (Beilby-Schicht).

    Bei Polymerwerkstoffen, die aufgrund des makromolekularen Aufbaus eine merklich geringere strukturelle Kompaktheit aufweisen als z. B. austenitische Edelstahllegierungen und insofern die Diffusion niedermolekularer Stoffe bzw. Partikel prinzipiell erlauben, ist die gesicherte Dekontamination von Fremdstoffen auf der Oberfläche nur dann möglich, wenn ein Eindringen von Verunreinigungsstoffen in die obersten Schichten des Werkstoffs (noch) nicht erfolgt ist. Dies ist von Fall zu Fall im Zusammenspiel von Polymertyp und Verunreinigungsart zu prüfen.

    © 2013 – ECV – Lexikon der Pharmatechnologie

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