„Wir sind stolz darauf und hoch motiviert, gemeinsam mit Curevac einen Beitrag im Kampf gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie zu leisten“, sagte Rudolf Staudigl, Vorstandsvorsitzender von Wacker. Wacker Biotech bündelt als CDMO-Dienstleister (Contract Development and Manufacturing Organization) die Aktivitäten des Wacker-Konzerns im Bereich Biopharmazeutika. Am Standort Amsterdam werden seit 20 Jahren Impfstoffe für die klinische Entwicklung wie auch die kommerzielle Versorgung hergestellt. Das Portfolio reicht von klassischen Lebend- und Totimpfstoffen über proteinbasierte Impfstoffe bis hin zu Polysaccharid- und Glykokonjugatimpfstoffen.
In den vergangenen Monaten hat Wacker in den Standort investiert und Vorbereitungen getroffen, um auch mRNA-basierte Impfstoffe herstellen zu können. Diese neue Impfstoffklasse erweitert das breite Portfolio, das Wacker Biotech seinen Kunden anbietet.
Europäisches Netzwerk fürImpfstoffproduktion
Curevac baut mit mehreren CDMO-Partnern ein integriertes europäisches Netzwerk zur Herstellung von Impfstoffen auf. Mit dieser Strategie wird das Unternehmen die bereits bestehende Herstellungskapazität für CVnCoV auf bis zu mehrere hundert Millionen Dosen pro Jahr erhöhen. Durch die Zusammenarbeit mit mehreren Partnern mindert Curevac potenzielle Risiken in der Lieferkette sowie bei den wichtigsten Schritten des Herstellungsprozesses.
Über CVnCoV
Curevac begann mit der Entwicklung seines mRNA-basierten Impfstoffkandidaten Covid-19 im Januar 2020. Der Wirkstoff basiert auf optimierter, chemisch nicht modifizierter mRNA, die für das präfusionsstabilisierte Full Spike-Protein des SARS-CoV-2-Virus kodiert. Die klinischen Studien der Phase 1 und 2a von CVnCoV begannen im Juni bzw. September 2020. Die Zwischenergebnisse der klinischen Phase 1, die im November 2020 veröffentlicht wurden, zeigten, dass CVnCoV in allen getesteten Dosierungen im Allgemeinen gut verträglich war und zusätzlich zu den ersten Anzeichen einer T-Zellen-Aktivierung starke Antikörperreaktionen auslöste. Die Qualität der Immunreaktion war vergleichbar mit der von genesenen Covid-19-Patienten und ähnlich wie nach einer natürlichen Infektion mit Ccovid-19.
Die Daten unterstützen die Entscheidung von Curevac, mit einer Dosis von 12 μg in die zulassungsrelevante klinische Phase 2b/3-Studie zu gehen, die noch vor Ende 2020 beginnen soll. Am Hauptsitz in Tübingen verfügt Curevac über große Produktionskapazitäten und stellt dort klinisches Versuchsmaterial für mRNA-Impfstoffe her. Darüber hinaus erweitert das Unternehmen derzeit seine Herstellungskapazitäten, um im Fall eines kommerziellen Vertriebs große Mengen von CVnCoV produzieren zu können.




