Oftmals werden die kritischen Stoffe von Lieferanten oder dem vorgelagerten Prozessschritt in Fässer abgefüllt, um den Transport zum Einsatzort so einfach wie möglich zu gestalten. Bei der Aufgabe oder dem Entleeren von Fässern können Betreiber auf verschiedene Systeme zurückgreifen.
Bei sehr beengten Räumen oder bei einer gewichtskontrollierten Produktentnahme bietet sich das Entleeren des Fasses mit Sauglanze an – eine bekannte Prozesstechnik, jedoch in der Umsetzung äußerst komplex. Die Vereinbarkeit von Bedienerfreundlichkeit und Ergonomie sowie höchstem Containment stand bis jetzt im Widerspruch. Auch dürfen die jeweiligen baulichen und einsatzortspezifischen Begebenheiten wie Deckenhöhe oder Raumgröße auf keinen Fall außer Acht gelassen werden.
Zu Beginn des Entleervorgangs, schiebt der Anwender das Fass mittels Rollenbahn direkt unter die Glovebox. Eine Hubvorrichtung bringt das Fass in Position. Anschließend befestigt der Bediener den äußeren Liner mit einem Spannring an einem Doppel-O-Ring-Port. Die Überreste des vorherigen Liners entfernt er mit den Gloves und lagert sie in der Box zwischen. Das Fass wird nun mithilfe der Hebevorrichtung an die Dichtung auf der Unterseite der Box gepresst und fixiert. Der Bediener öffnet den inneren Liner (Produktliner), stabilisiert ihn mit einem Ring und versiegelt ihn mit einer Blähdichtung. Um den Liner zu stabilisieren und den Entleervorgang zu verbessern, wird der Bereich zwischen Fass und äußerem Liner evakuiert. Das verhindert ein Ansaugen des Liners durch die Sauglanze. Nun ist das Fass angeschlossen und der Anwender kann das Pulver mittels Lanze und Vakuum aus dem Fass saugen. Die Linearführung der Sauglanze unterstützt dabei das ergonomische und einfache Handling bei der Entleerung. Der zeitintensive und oftmals sehr bedienerunfreundliche Entleervorgang wird so stark unterstützt. Das Risiko einer falschen Handhabung oder gar eines Containmentbruchs durch Bedienfehler oder Ermüdung wird auf ein Minimum reduziert.
Nachdem das Fass geleert ist, kann das Personal die Überreste des vorherigen Liners darin entsorgen. Sobald der äußere Liner gelockert wird, kann das Fass mit dem Doppelverschlusssystem verschlossen werden. Durch diese Doppelverschlusstechnik ist sowohl der Isolator als auch das Produkt vor unerwünschtem Produktaustritt (oder auch -eintritt) geschützt. Nun kann der Anwender das leere Fass entfernen und mit der Abfolge von neu beginnen.
Der Weitertransport ist durch eine geschlossene pneumatische Förderung sichergestellt. Die durch die Fassentleerung oftmals vorgegebenen hohen Förderkapazitäten meistert ein Saugförderer von Hecht mit neuartigem Filterkonzept.
Die pneumatische Förderung entspricht einer Zwei-Phasen-Strömung, bei der Luft (gegebenfalls Schutzgas) Bewegungsenergie (teilweise) auf das Schüttgut überträgt. Neben den komplexen Eigenschaften der Schüttgüter hängt der Energieaufwand dabei von einigen weiteren Faktoren ab: der Streckenführung, der Förderlänge, dem Durchmesser und der Eigenschaft der Förderleitung, dem erforderlichen Durchsatz, dem Befüllgrad der Leitung sowie den Forderungen bezüglich des Verschleißes von Produkt und Leitung. Die Parameter, die dabei zu beachten sind, lassen sich folgendermaßen einteilen:




