Zum Inhalt springen
Pharma Prozesstechnik
  • Branche & Markt
  • Anlagen & Verfahren
  • Abfüllen & Verpacken
  • Automation & MSR
  • Reinraum & Hygiene
  • Labor & Feststoff
Branche:PharmaKosmetikOTC & Gesundheit
Pharma Prozesstechnik
  • Branche & Markt
  • Anlagen & Verfahren
  • Abfüllen & Verpacken
  • Automation & MSR
  • Reinraum & Hygiene
  • Labor & Feststoff
    Pharma-Prozesstechnik-Newsletter
    Die wichtigsten News aus der Pharmaproduktion direkt in Ihr Postfach.
    Newsletter abonnieren

    Info

    • Impressum
    • Datenschutz
    • Barrierefreiheit
    • Datenschutzeinstellungen

    Kontakt zur Redaktion

    Pharma ProzesstechnikKonradin Mediengruppe
    Ernst-Mey-Str. 8, 70771 Leinfelden-Echterdingen

    E-Mail: redaktion@konradin.de
    Folgen Sie uns
    Pharma Prozesstechnik
    © 2026 Pharma Prozesstechnik
    Startseite/Reinraum & Hygiene/Artikel
    Wie sieht das Containment 2025 aus?
    Bildquelle nicht angegeben
    Reinraum & Hygiene

    Wie sieht das Containment 2025 aus?

    Containmenttechnologien haben sich in den letzten Jahrzehnten enorm weiterentwickelt. Zugleich steigen auch die Anforderungen an den Arbeitsschutz
    Veröffentlicht
    04. Mai 2017
    Lesezeit
    3 Minuten
    Rubrik
    Reinraum & Hygiene

    Containment ist eine Leidenschaft, die mich seit über 20 Jahren fesselt. Meine ersten Berührungen mit dem Thema hatte ich 1996 bei einer ISPE-Konferenz in den USA. Einige Zeit später wurde ich aktives Mitglied der US-ISPE-Containment-Gruppe, die ich anschließend mehrere Jahre mitgeleitet habe. Während dieser Zeit wurden grundlegende ISPE-Guidelines auf den Weg gebracht, zum Beispiel die Richtlinie Standardized Measurement of Equipment Particulate Containment (SMEPAC) zur Messung der Grenzwerte bei Containment-Systemen. Im Jahr 2008 war es an der Zeit, eine regionale ISPE-Containment-Gruppe der D-A-CH-Staaten zu gründen. Diese Expertengruppe leite ich seitdem mit viel Freude.

    In den vergangenen 20 Jahren haben sich Containmenttechnologien immer weiterentwickelt. Stetig sind neue Technologien für eine sichere und effiziente Pharmaproduktion hinzugekommen. Doch geht das auch in den nächsten Jahren so weiter? Wie wird sich die Pharmawelt in absehbarer Zeit verändern und was heißt das für die Zukunft des Containments? In der D-A-CH-Gruppe der ISPE haben wir uns intensiv mit diesen Fragen beschäftigt und mit zahlreichen Branchenvertretern gesprochen. Daraus ist die Initiative Pharma 2025 hervorgegangen, in der wir uns auch mit dem Thema Containment beschäftigen. Zusammengefasst zeichnen sich drei Schwerpunkte ab:

    1. Prozessintegriertes Containment tritt an die Stelle eines adaptierten Containments. Der Produktionsprozess wird mit dem Containment verschmelzen. Dadurch wird eine optimale, auf den kleinsten Raum reduzierte Containmentproduktion möglich sein. Als eine Konsequenz reduzieren sich die kontaminierten Oberflächen, was erhebliche Vorteile für das Reinigen und Umrüsten mit sich bringt. Sollte es dann noch möglich sein, im Inneren des Containments einen kleinen, in sich geschlossenen Reinraum zu schaffen, könnte sich auch das GMP-Umfeld um den Prozess vereinfachen. Erste Entwicklungen zu diesem Thema werden bereits umgesetzt, zum Beispiel in der Verpackung von Tabletten und Kapseln.

    2. Einwegsysteme (Single Use) werden ein weiterer Schwerpunkt der nächsten zehn Jahre sein. Einwegtechnologien haben den entscheidenden Vorteil, dass der Herstellprozess einfach und schnell an ein benötigtes Containment angepasst werden kann. Die größten Stärken haben Single-Use-Systeme bei kleineren Produktionsmengen sowie in der Forschung und Entwicklung. Häufige Produktwechsel und hohe Flexibilität bei der Prozessführung sprechen ebenfalls für Einwegtechnologien. Beispiele für derartige Systeme sind Einwegfolien und Einwegisolatoren für den Transport und die pharmazeutische Verarbeitung von hochaktiven Substanzen. Auch die Biotechindustrie ersetzt Edelstahlsysteme zunehmend durch Single-Use-Technologien.

    Pharma

    Mehr aus Reinraum & Hygiene

    Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Reinraum & Hygiene.

    Alle Reinraum & Hygiene-Artikel
    Hygienische Rohrleitungsverbindungen in der Pharmaproduktion: Grundlagen, Normen und Auswahlkriterien
    Reinraum & Hygiene

    Hygienische Rohrleitungsverbindungen in der Pharmaproduktion: Grundlagen, Normen und Auswahlkriterien

    15. September 2026

    Rohrleitungsverbindungen nach hygienischen Standards sind in der pharmazeutischen Produktion und Lebensmitteltechnik unverzichtbar. Welche Verbindungstypen es gibt, welche Normen gelten und worauf bei der Auswahl zu…

    Watson-Marlow launcht Bredel CIP-Pumpe für hygienische Reinigungsprozesse
    Reinraum & Hygiene

    Watson-Marlow launcht Bredel CIP-Pumpe für hygienische Reinigungsprozesse

    11. September 2026

    Watson-Marlow Fluid Technology Solutions (WMFTS) hat die Bredel CIP-Pumpe für Schlauchpumpen vorgestellt, die speziell für hygienische Prozesse mit regelmäßigen Clean-in-Place-Anforderungen konzipiert ist – unter…

    ← Zurück zu Reinraum & HygieneZur Startseite

    Pharma-Prozesstechnik-Newsletter

    Die wichtigsten News aus der Pharmaproduktion direkt in Ihr Postfach.

    Zum Newsletter anmelden →

    3. Kontinuierliche Herstellung (Continuous Manufacturing) wird für die Herstellung von hochaktiven oder hochgefährlichen pharmazeutischen Substanzen eine wichtige Rolle spielen. Die kontinuierliche Herstellung hat mehrere Vorteile gegenüber der Batch-Produktion: Das Process Equipment wird kleiner und hat dadurch eine geringere Oberfläche, die gereinigt werden muss. Auch sind die Prozesse miteinander verbunden oder es werden mehrere Prozessschritte in einem Apparat ausgeführt. Dadurch reduzieren sich die Containmentschnittstellen.

    In der Expertengruppe der ISPE werden wir uns mit diesen Trends in den nächsten Jahren noch intensiv beschäftigen.

    Als ich vor etwa 15 Jahren die Containment-Pyramide entwickelt habe, war diese mit fünf Stufen und den dazugehörigen Grenzwerten ausgestattet. Mittlerweile sind zum Teil derart hochaktive oder hochgefährliche Substanzen im Einsatz, dass wir eine sechste Stufe eingeführt haben. Auf diesem Level erfassen wir Produkte mit einem Grenzwert für die Staubbelastung von unter 100 ng/m3. Um einen so niedrigen Grenzwert zu erreichen, sind künftig noch effizientere Containmentsysteme erforderlich.

    Unsere neuesten Erkenntnisse zum Thema Containment haben wir in der ISPE-Gruppe gesammelt und daraus ein Containmenthandbuch speziell für die Pharmaproduktion entwickelt. Das Buch ist seit 2015 über die ISPE erhältlich und wurde mittlerweile auch in einer englischen Ausgabe publiziert. Mit fast 500 verkauften Exemplaren ist das Containment-Handbuch ein Bestseller unter den ISPE-Dokumenten. Es soll Anwendern in der Pharmaindustrie als Leitfaden und Nachschlagewerk zu sämtlichen Containment-Fragen dienen – von den Grundlagen bis zum Lifecycle der Anlagen.

    Persönlich bin ich davon überzeugt, dass sich in den nächsten Jahren noch Vieles im Bereich Containment weiterentwickeln wird. Es bleibt spannend.

    Weiss Air Solutions realisiert 715-m²-Reinraumkomplex für Medizintechnik
    Reinraum & Hygiene

    Weiss Air Solutions realisiert 715-m²-Reinraumkomplex für Medizintechnik

    2. September 2026

    Weiss Air Solutions hat einen 715 m² großen Reinraumkomplex für einen international tätigen Medizintechnikhersteller als Generalunternehmer realisiert. Das Projekt umfasst zwei ISO-Klasse-6- und drei…

    Fette Compacting: Containment-Lösungen für HPAPI-Tablettierung
    Reinraum & Hygiene

    Fette Compacting: Containment-Lösungen für HPAPI-Tablettierung

    1. September 2026

    Mit dem Wachstum des HPAPI-Segments steigen die Anforderungen an Containment-Lösungen in der Tablettierung. Fette Compacting adressiert den Schutz von Personal und Umgebung bei der Verarbeitung hochwirksamer Wirkstoffe.