Chromcarbid verursacht eine (lokale) Legierungssensibilisierung (Sensibilisierung) und führt meist zu interkristalliner Korrosion bzw. neigt zu auflösenden Substitutionsreaktionen mit Chloriden.
Unter der Annahme einer Chromcarbidbildung in der Korngrenze als Cr23C6 infolge des Vorliegens von überschüssigem C in der Korngrenze und eindiffundiertem Chrom aus dem korngrenzennahen Kornbereich (Korn) – mit lokaler Chromverarmung in diesem Bereich – lässt sich unter Berücksichtigung der Atomgewichte von C und Cr überschlagsmäßig ermitteln, dass 0,1 Gewichtsprozent C ca. 2 Gewichtsprozent Chrom binden. Dies bedeutet eine enorme Chromaufnahmefähigkeit in der Korngrenze und damit einen entsprechenden Diffusionslösedruck (Diffusion) für die angrenzenden Kornbereiche. In der Korngrenze bläht sich praktisch eine zweite Phase auf.
Siehe auch Abb. A 9 bis A 11 unter Aufkohlen.
© 2013 – ECV – Lexikon der Pharmatechnologie
