Humanpharma erzielte ein Umsatzwachstum von 20,1 %. Etablierte Produkte wie Jardiance zur Behandlung von chronischer Nierenerkrankung, Typ-2-Diabetes und Herzinsuffizienz blieben wichtige Wachstumstreiber und trug im ersten Halbjahr 5,7 Mrd. Euro zum Konzernumsatz bei. Die positive Entwicklung von Jardiance wurde durch eine große und wachsende Patientenbasis sowie Veränderungen im US-amerikanischen Preis- und Erstattungsumfeld unterstützt, die zu einem erheblichen Absatzwachstum führten.
Das Unternehmen verzeichnete zudem eine starke Nachfrage nach seinen jüngsten Produkteinführungen Jascayd (Nerandomilast) und Hernexeos (Zongertinib), insbesondere in den USA. Jascayd, zur Behandlung der idiopathischen Lungenfibrose (IPF) und der progressiven pulmonalen Fibrose (PPF), entwickelt sich sehr erfolgreich und adressiert einen hohen ungedeckten Bedarf in einem Krankheitsgebiet, in dem es seit vielen Jahren nur begrenzte therapeutische Fortschritte gegeben hat. Nach den bereits erteilten Zulassungen in den USA, China, Japan, Thailand, den Vereinigten Arabischen Emiraten, dem Vereinigten Königreich und Brasilien steht die Zulassung in der Europäischen Union durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) noch aus. Hernexeos, eine orale Therapie für HER2-mutierten fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkrebs, markierte mit Markteinführungen in den USA, China und Japan den erfolgreichen Wiedereinstieg des Unternehmens in die Onkologie nach zehn Jahren. Das Unternehmen erwartet, dass Hernexeos europäischen Patientinnen und Patienten erst ab 2028 zur Verfügung stehen wird, sobald die Phase-III-Daten vorliegen.
Programme in der Entwicklungsphase
Im ersten Halbjahr 2026 hat Boehringer Ingelheim mehrere Programme in späten Entwicklungsphasen konsequent vorangetrieben und dabei wichtige Fortschritte in der Onkologie sowie bei kardiorenalen und metabolischen Erkrankungen erzielt. Positive Phase-III-Daten zu Survodutid zeigten dessen Potenzial, neben Übergewicht und Adipositas auch die metabolische Gesundheit und die Lebergesundheit zu verbessern. Gleichzeitig wurden Fortschritte bei einem Triple-Agonisten der nächsten Generation erzielt, die den Anspruch des Unternehmens unterstreichen, ein breit aufgestelltes Portfolio für Adipositas und metabolische Gesundheit aufzubauen.
Gleichzeitig startete Boehringer Ingelheim drei Phase-III-Studien in der Onkologie und unterstrich damit den Anspruch, die Präzisionsonkologie weiter auszubauen. Zudem brachte das Unternehmen wichtige Wirkstoffe wie Obrixtamig, eine experimentelle Krebsimmuntherapie, und Apecotrep, einen Prüfmedikamentenkandidaten zur Behandlung von Nierenerkrankungen, weiter voran. Boehringer Ingelheim hielt außerdem die starke Forschungsdynamik aufrecht: Fünf neue Wirkstoffe traten in die klinische Entwicklung ein. Die Humanpharma-Forschungspipeline von Boehringer Ingelheim umfasst rund 80 Projekte.




