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    Beständigkeit
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    Lexikon Pharmatechnologie

    Beständigkeit

    Siehe auch: Chemische Beständigkeit, Wärmeformbeständigkeit. Eigenschaft von Werkstoffen, im Praxiseinsatz über lange Betriebszeiten unverändertes
    Veröffentlicht
    01. Januar 2013
    Lesezeit
    1 Minute
    Rubrik
    Lexikon Pharmatechnologie

    Eigenschaft von Werkstoffen, im Praxiseinsatz über lange Betriebszeiten unverändertes Nutzungsverhalten zu zeigen.

    Werkstoffe gelten als beständig, wenn keine lokalen Korrosionswirkungen im Belastungsfall auftreten und wenn der flächige Dickenabtrag < 0,1 mm/Einsatzjahr ist.

    Austenitische Edelstahllegierungen sind in weiten Bereichen der technischen Anwendung beständig – allerdings gibt es stets auch Umgebungsbedingungen betreffend Medium, Temperatur, statische und dynamische mechanische Spannung etc., unter denen auch Edelstahlbauteile der verschiedenen Legierungstypen nicht beständig sind bzw. schädigende / zerstörende Korrosion zeigen.

    Edelstahlhersteller geben deshalb für die verschiedenen Legierungstypen Beständigkeitslisten gegenüber Medien, Konzentrationen und Temperaturen heraus, wobei gegebenenfalls auch entsprechende Korrosionsrisiken je nach Korrosionstyp (Korrosion) angegeben werden.

    Allerdings sind diese für den Planer / Nutzer durchaus hilfreichen Unterlagen auch mit entsprechender Vorsicht zu genießen, da die Angaben stets „ohne Gewähr” sind. Der Hintergrund für diese Einschränkung ist, dass die Versuche an idealen Probeblechen im Labor erfolgen und in der Betriebspraxis bei der Fertigung von Apparaten durch notwendige Verfahrensoperationen, wie spanlose und spanabhebende Verfahren, Schweiß- und Glühverfahren (Schweißen, Glühen) etc. der Korrosionswiderstand des Werkstoffs (an lokalen Stellen) erheblich unter den Idealwerten liegen kann und dadurch die Planererwartungen in der Praxis oft herb enttäuscht werden.

    Speziell durch die Endbehandlung der Oberfläche durch chemisches Beizen / elektrochemisches Polieren können eventuelle Lokaldefekte erkannt bzw. beseitigt werden und die Beständigkeiten nach der mechanischen / schweißtechnischen Bearbeitung erheblich verbessert werden.

    Auch bei der Nutzung von Polymerwerkstoffen für den technischen Einsatz stellt sich die Frage nach der (langfristigen) Werkstoffbeständigkeit, etwa aus mechanischer (statisch und dynamisch), thermischer und chemischer Sicht. Die Kunststoffhersteller bieten entsprechende Datenblätter an, denen alle wesentlichen die Beständigkeiten betreffenden Eigenschaftswerte zu entnehmen sind.

    © 2013 – ECV – Lexikon der Pharmatechnologie

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