Wie können Medikamente als Originale gekennzeichnet und als echt verifiziert werden? Damit beschäftigen sich zahlreiche Gremien und Genehmigungsbehörden wie auch Gesetzgeber weltweit und haben auch schon Lösungsansätze entwickelt: Ob in den USA das UDI-System (Unique Identification Device System) der FDA (Food and Drug Administration) oder ähnliche Initiativen anderer internationaler Genehmigungsbehörden wie der IFAH (International Federation for Animal Health) und EFPIA (European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations). Bei all diesen Bestrebungen ist die GS1-Datamatrix die bevorzugte Wahl als Informationsträger.
Der Vorteil: Auf einer Fläche von gerade einmal 5 x 5 mm lassen sich zahlreiche Informationen wie die EAN des Medikamentes, eine Chargennummer oder das Verfallsdatum des Medikaments unterbringen.
Auch lassen sich in eine Datamatrix international standardisierte und weltweit immer nur einmal vergebene Identifikationsnummern wie zum Beispiel eine 20-stellige GTIN (Global Trade Item Number) verschlüsseln. Mithilfe eines solchen serialisierten Datamatrixcodes kann jede einzelne Verpackung eindeutig identifizierbar und rückverfolgbar gemacht werden.
In Frankreich nutzt man auf Empfehlung der AFSAPPS (der französischen Behörde für Medikamentensicherheit) den 13-stelligen CIP-Code als Standard, um Produkte eindeutig zu kennzeichnen und damit rückverfolgbar zu machen. Der CIP-Code basiert auf dem Code 39, der im Verhältnis zu anderen alphanumerischen Codes relativ groß ist und viel Platz auf der Verpackung einnimmt. Daher entschied man sich in Frankreich, der EFPIA-Richtlinie zu folgen und Informationen wie CIP-Code, Chargennummern und Verfallsdaten in einer platzsparenden Datamatrix zu verschlüsseln. Ab dem Validierungsdatum müssen alle pharmazeutischen Produkte in Frankreich mit dieser Datamatrix gekennzeichnet sein.
Die Lehning Group wurde 1935 von René Lehning gegründet und ist heute eine Kapitalgesellschaft in vereinfachter Form mit 285 Mitarbeitern, die in 2009 einen Umsatz von mehr als 31 Mio. Euro erzielt hat. Neben dem Stammhaus in Saint-Barbe hat das Unternehmen noch Tochterfirmen in Frankreich, Deutschland, Spanien und Portugal. Über Distributoren werden die Medikamente des Hauses in mehr als 20 Länder vertrieben.
Laurent Ronce, bei Lehning verantwortlich für den Bereich Einkauf, Logistik und Sicherheit, erläutert: „Die neue Verordnung bringt viele Vorteile im Hinblick auf Rückverfolgbarkeit, Authentizität und Fälschungssicherheit von Medikamenten, aber auch einiges an organisatorischem und technischem Aufwand im Vorfeld. Zur Bewältigung dieser Aufgaben haben wir uns nach umfangreichen Recherchen für einen Pharma Cube TT der Bluhm Weber Group entschieden.“



