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    Bayer Bitterfeld geht in die Cloud
    Bildquelle nicht angegeben
    Branche & Markt

    Bayer Bitterfeld geht in die Cloud

    Durch den Einsatz der Cloudsuite EAM von Infor profitiert Bayer Bitterfeld künftig von höherer Transparenz, Kontrolle und einer effizienteren Entscheidungsfindung im Produktionsbetrieb.
    Veröffentlicht
    17. März 2021
    Lesezeit
    4 Minuten
    Rubrik
    Branche & Markt

    Kosten senken, Effizienz steigern, Beschaffung optimieren – das sind nur einige Vorteile, die die Implementierung eines EAM-Systems (Enterprise Asset Management)
    Unternehmen unterschiedlicher Branchen bietet. Vor allem für anlagenintensive Branchen wie die Pharma-Industrie ist ein verantwortungsvolles Management der Anlagen unerlässlich: Der Einsatz entsprechender EAM-Software ermöglicht eine höhere Zuverlässigkeit und Leistung von Maschinen und Anlagen. Denn das System erkennt mögliche Geräteausfälle bereits im Voraus, meldet diese und führt selbstständig vorbeugende Wartungsmaßnahmen durch. Dadurch lassen sich Personalkosten und kostspielige Maschinenausfallzeiten reduzieren. Je nach Anbieter lässt sich die EAM-Lösung auch auf allen gängigen mobilen Geräten, Betriebssystemen und Bildschirmgrößen verwenden.

    Mehr Flexibilität

    Ein Umstieg auf eine cloudbasierte EAM-Lösung ermöglicht Pharmaunternehmen nicht nur die Einsparung laufender Managementkosten, auch die inhärente Flexibilität ist ein weiterer Grund für eine Implementierung. Vor allem Lifesciences-Konzerne, die komplexe Supply Chains managen und sich mit ständig verändernden Regularien auseinandersetzen müssen, können von einer Cloud-Lösung profitieren. Die dadurch gewonnene Agilität erlaubt es Unternehmen, flexibler auf veränderte Marktbedingungen zu reagieren und sich auf neu entstehende Chancen zu konzentrieren. Dank der schnellen Bereitstellung von Computing-Ressourcen – innerhalb von Minuten statt Monaten – hilft ein Cloud-Modell dabei, Daten und Analysekapazitäten dort zur Verfügung zu stellen, wo sie benötigt
    werden. Der Bedarf lässt sich außerdem schnell nach oben oder unten skalieren und jedes Teammitglied kann von stationären sowie mobilen Geräten auf die benötigten
    Informationen zugreifen. Ohne die langen Hardware- und Software-Implementierungszyklen schreiten alle Aspekte der Wertschöpfungskette schneller und mit größerer Anpassungsfähigkeit voran.

    Einsatzbeispiel Bayer Bitterfeld

    Dass diese Vorteile nicht nur auf dem Papier existieren, sondern auch realistisch umgesetzt werden, zeigt das Beispiel des Pharma- und Lifesciences-Konzerns Bayer. Bayer Consumer Health und Bayer Pharmaceuticals produzieren am Standort Bitterfeld frei verkäufliche und verschreibungspflichtige Medikamente für 55 Länder. Zu den bekanntesten Marken gehören Aspirin und Xarelto. Im Jahr 2020 hat sich der Konzern für die Implementierung der EAM-Software des Herstellers Infor am Standort Bitterfeld entschieden, um durch ein proaktiveres Facility-, Utility- und Asset-Management Kosten zu minimieren, die Anlagenleistung zu erhöhen und Innovationen zu fördern.

    Die Cloudsuite EAM unterstützt das Unternehmen in den Bereichen Asset Performance Management, State of Good Repair, Asset Investment Planning und ISO 55000. Zudem ermöglicht die Software die Einbindung von Infor Data Lake zur Verwertung von intelligenten Daten sowie die Nutzung von Building Information Modelling über OpenCAD BIM. Durch die Implementierung des Systems erhöht Bayer die Verfügbarkeit von Produktionsanlagen sowie Maschinen und verkürzt die Service- und Reaktionszeiten. Dadurch werden die Kosten gesenkt und eine vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance) ermöglicht.

    Pharma

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    Die EAM-Lösung von Infor wird hierfür an das bestehende ERP-System von Bayer angebunden, um den Lebenszyklus aller Maschinen vollständig zu verwalten. Bei Abweichungen vom Regelbetrieb vermerkt das System die entsprechende Anlage für eine präventive Wartung – automatisch und in Echtzeit. So lassen sich Ausfälle proaktiv vermeiden und die damit verbundenen Kosten nachhaltig senken.

    Höhere Transparenz und Kontrolle

    Vor allem die 3D-Visualisierung der Anlagen durch einen digitalen Zwilling (Digital Twin) sowie die Möglichkeit, diesen von mobilen Endgeräten einzusehen, hat Bayer vom US-amerikanischen Software-Hersteller überzeugt. Mithilfe des Digital Twins lassen sich fehlerhafte Komponenten schnell identifizieren und nach effizienter Bestellung der notwendigen Ersatzteile unterstützen
    digitale Aus- und Einbauhilfen den Austauschprozess der defekten Teile. Durch die Bereitstellung der Lösung in der Multi-
    Tenant-Cloud werden darüber hinaus Subunternehmer mittels einer mobilen Lösung zur Erfassung, Dokumentation und Abzeichnung von Wartungs-, Reparatur-, Reinigungs- oder Prüftätigkeiten in den digitalen Prozess integriert.

    Die Berechnung und Bestimmung der Zustandshistorie aller kritischen Anlagen ist kein Luxus, sondern fällt teilweise auch unter die Berichterstattungspflicht gegenüber verschiedenen Aufsichtsbehörden und Prüfstellen. Vor allem für die Pharma-Industrie ist das verantwortungsvolle Management der Maschinen und Anlagen deshalb unerlässlich. Mithilfe einer robusten EAM-Strategie lassen sich die Ausfallzeiten von Anlagen um etwa 30 % reduzieren, bei einer gleichzeitigen täglichen Zeiteinsparung der technischen Wartung von 45 Minuten.

    cloudbasierte EAM-Lösungen wie die Infor Cloudsuite EAM können den Anlagenzustand auf der Grundlage nativer Abklingkurven bewerten sowie Ziel-Service-Levels festlegen. Darüber hinaus lässt sich eine Sollwert-basierte automatische Verfolgung der Maschinenperformance durchführen und auch die Überwachung des Anlagenzustands ist möglich. Dies schafft höchste Zuverlässigkeit von Austauschplänen und Prognosen zur Restnutzungsdauer. So werden nicht nur hohe Ausfallkosten und Lieferengpässe verhindert, auch das Vertrauen der Kunden in das Unternehmen wird durch eine vorausschauende Wartung gesteigert.

    Infor (Deutschand) GmbH, Friedrichsthal

    Autor: Michael Burkhard

    Senior Account Manager EAM,
    Infor

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