Kosten senken, Effizienz steigern, Beschaffung optimieren – das sind nur einige Vorteile, die die Implementierung eines EAM-Systems (Enterprise Asset Management)
Unternehmen unterschiedlicher Branchen bietet. Vor allem für anlagenintensive Branchen wie die Pharma-Industrie ist ein verantwortungsvolles Management der Anlagen unerlässlich: Der Einsatz entsprechender EAM-Software ermöglicht eine höhere Zuverlässigkeit und Leistung von Maschinen und Anlagen. Denn das System erkennt mögliche Geräteausfälle bereits im Voraus, meldet diese und führt selbstständig vorbeugende Wartungsmaßnahmen durch. Dadurch lassen sich Personalkosten und kostspielige Maschinenausfallzeiten reduzieren. Je nach Anbieter lässt sich die EAM-Lösung auch auf allen gängigen mobilen Geräten, Betriebssystemen und Bildschirmgrößen verwenden.
Mehr Flexibilität
Ein Umstieg auf eine cloudbasierte EAM-Lösung ermöglicht Pharmaunternehmen nicht nur die Einsparung laufender Managementkosten, auch die inhärente Flexibilität ist ein weiterer Grund für eine Implementierung. Vor allem Lifesciences-Konzerne, die komplexe Supply Chains managen und sich mit ständig verändernden Regularien auseinandersetzen müssen, können von einer Cloud-Lösung profitieren. Die dadurch gewonnene Agilität erlaubt es Unternehmen, flexibler auf veränderte Marktbedingungen zu reagieren und sich auf neu entstehende Chancen zu konzentrieren. Dank der schnellen Bereitstellung von Computing-Ressourcen – innerhalb von Minuten statt Monaten – hilft ein Cloud-Modell dabei, Daten und Analysekapazitäten dort zur Verfügung zu stellen, wo sie benötigt
werden. Der Bedarf lässt sich außerdem schnell nach oben oder unten skalieren und jedes Teammitglied kann von stationären sowie mobilen Geräten auf die benötigten
Informationen zugreifen. Ohne die langen Hardware- und Software-Implementierungszyklen schreiten alle Aspekte der Wertschöpfungskette schneller und mit größerer Anpassungsfähigkeit voran.
Einsatzbeispiel Bayer Bitterfeld
Dass diese Vorteile nicht nur auf dem Papier existieren, sondern auch realistisch umgesetzt werden, zeigt das Beispiel des Pharma- und Lifesciences-Konzerns Bayer. Bayer Consumer Health und Bayer Pharmaceuticals produzieren am Standort Bitterfeld frei verkäufliche und verschreibungspflichtige Medikamente für 55 Länder. Zu den bekanntesten Marken gehören Aspirin und Xarelto. Im Jahr 2020 hat sich der Konzern für die Implementierung der EAM-Software des Herstellers Infor am Standort Bitterfeld entschieden, um durch ein proaktiveres Facility-, Utility- und Asset-Management Kosten zu minimieren, die Anlagenleistung zu erhöhen und Innovationen zu fördern.
Die Cloudsuite EAM unterstützt das Unternehmen in den Bereichen Asset Performance Management, State of Good Repair, Asset Investment Planning und ISO 55000. Zudem ermöglicht die Software die Einbindung von Infor Data Lake zur Verwertung von intelligenten Daten sowie die Nutzung von Building Information Modelling über OpenCAD BIM. Durch die Implementierung des Systems erhöht Bayer die Verfügbarkeit von Produktionsanlagen sowie Maschinen und verkürzt die Service- und Reaktionszeiten. Dadurch werden die Kosten gesenkt und eine vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance) ermöglicht.




